«In der Kürze liegt die Würze»

Alle zwei Jahre finden die Arlesheimer Kurzfilmtage statt. Anfang Februar 2023 ist es nun wieder so weit. Die Betreiber freuen sich über jeden eingereichten Film.

Ist angekommen: David Borter ist seit dem Anfang bei den Arlesheimer Kurzfilmtagen dabei. Foto: Tobias König
Ist angekommen: David Borter ist seit dem Anfang bei den Arlesheimer Kurzfilmtagen dabei. Foto: Tobias König

Bis Ende Jahr kann man unter dem Link arlesheimerkurzfilmtage.ch Filme einreichen. Die einzigen Teilnahmebedingungen sind: Der Film muss unter 8 Minuten sein, er muss im Jahr 2022 gedreht worden sein und er sollte etwas mit dem Thema «Ankommen» zu tun haben. Die eingereichten Werke werden dann von einer dreiköpfigen Jury bewertet, wobei der erste Preis mit tausend Franken dotiert ist und der zweite mit fünfhundert Franken. Zudem wird der Wochenblatt-Publikumspreis in Höhe von 500 Franken vergeben. Die Zuschauer können den Gewinner per Online-Voting bestimmen.

Die Arlesheimer Kurzfilmtage seien «eine Plattform, auf der man zwanglos ohne grosse Hürden und ohne grossen finanziellen Aufwand mitmachen kann. Sie steht allen offen, vom Amateur bis zum Vollprofi» meint David Borter, selbst freischaffender Kameramann und Mitinitiant der Kurzfilmtage. «Traut euch, Filme einzuschicken!»

Auch Tiktok-Filme erwünscht

Die ersten Arlesheimer Kurzfilmtage fanden vor über zehn Jahren statt. David Borter wurde von der Kulturkommission der Gemeinde Arlesheim damit beauftragt, ein Projekt umzusetzen und entwickelte daraufhin die Idee. Weshalb hat er sich gerade für das Kurzfilmformat entschieden? «In der Kürze liegt die Würze!» schmunzelt Borter. Das Format zwinge einen dazu, auf den Punkt zu kommen. «Es ist nicht einfacher, nur weil es kurz ist – ganz im Gegenteil.» Zudem sei das Format auch «für das Publikum interessant, weil es verschiedene Filme anschauen kann in einer überschaubaren Länge». Gegen unten ist das Zeitlimit übrigen offen, so könnte man auch ein Video im Tiktok-Format einschicken, das bloss ein paar Sekunden dauert.

Die ersten Kurzfilmtage waren mit dem Thema «Arlesheim» noch inhaltlich relativ eingeschränkt. Seither wurden die Themen bewusst breiter gewählt. 2015 war das Thema zum Beispiel «blau», womit sowohl die Farbe, als aber auch der Zustand gemeint werden kann. Auch das diesjährige Thema «Ankommen» bietet viel Raum zur Interpretation. «Die Idee ist beim Brainstorming entstanden», sagt Borter. Es sei ein «gutes und offenes Thema» und passe gut in die aktuelle Zeit. So berührt das Thema zum Beispiel die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Flüchtlingsströme oder auch das Thema Mobilität allgemein. «Ankommen» kann sich aber auch auf die persönliche Entwicklung beziehen.

Voting für die Filme auch 2023 wieder online

Nicht nur die Themenwahl, sondern auch das Format der Veranstaltung hat sich im Verlauf der Jahre gewandelt. Vor zwei Jahren wurden die Veranstaltung durch Corona vor eine Herausforderung gestellt, weil die Filme nicht mehr wie bisher im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden konnten. Stattdessen wurde der Zugriff für zehn Tage online freigeschaltet.

Diese Notlösung habe sich «rückblickend sehr bewährt» und wird auch 2023 so beibehalten. Das Publikum habe «das sehr geschätzt» erinnert sich Borter. «Gerade in den Wintermonaten, wenn es draussen ein bisschen dunkel ist. Man hat keine Lust, rauszugehen. Was gibt es dann Schöneres, als sich mit einem warmen Getränk hinzusetzen und Filme zu schauen?»

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