Das Highlight zum richtigen Zeitpunkt

In der Meisterschaft noch sieglos, hofft der FC Arlesheim auf einen Coup im Cup.

Das Highlight zum richtigen Zeitpunkt
Das Highlight zum richtigen Zeitpunkt

Alan Heckel

Drei Niederlagen und zwei Remis – das ist die unerfreuliche Bilanz des FC Arlesheim nach fünf Runden in der regionalen 2. Liga. «So einen Start haben wir nicht erwartet», sagt Sohail Bamassy, die eine Hälfte des Spielertrainerduos, das seit dieser Saison beim FCA verantwortlich ist. Der letzte Platz habe aber nichts mit dem Leistungsvermögen des Teams zu tun, wie Bamassy erklärt: «Die Qualität ist da, doch wir können sie derzeit nicht abrufen. Auf den letzten 20 Metern fehlt die Überzeugung.» Und Davide Quaranta, der zweite Spielertrainer, ergänzt: «Unsere Defensive ist dafür stark, aber unsere wenigen individuellen Fehler sind von den Gegnern stets clever ausgenutzt worden.»

Die Überlegungen, die Mannschaft aus der Abstiegszone zu führen, mussten die Verantwortlichen aber unterbrechen. Denn am Samstag, 15. September, ist der FC Chiasso im Rahmen der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups zu Gast (16 Uhr, In den Widen). Für Quaranta kommt das Highlight der Saison zum richtigen Zeitpunkt: «Wir haben nichts zu verlieren und können unser Potenzial ausschöpfen. Entweder schaffen wir die Überraschung oder wir verlieren, was alle erwarten. In jedem Fall können wir uns Selbstvertrauen holen.»

500 bis 1000 Zuschauer erwartet

Bekanntester Name im Kader des FC Chiasso ist Henri Siqeira-Barras, der vor zehn Jahren an der Seite von Tranquillo Barnetta und Philippe Senderos mit der Schweizer U17-Nati Europameister wurde. Die Arlesheimer Spielertrainer sind bestens über den Tabellenfünften der Challenge League informiert. «Chiasso ist eine Kontermannschaft und verfügt über schnelle Flügelspieler. In den bisherigen Meisterschaftsspielen haben sie aus wenig viel gemacht», nennt Davide Quaranta die wichtigsten Erkenntnisse.

Die Angaben darüber, wie viele Tiffosi den FC Chiasso nach Arlesheim begleiten werden, sind widersprüchlich und reichen von 50 bis 500. Sohail Bamassy hofft, «dass die Arlesheimer Fans in der Überzahl sein werden». Wenn das Wetter mitspielt, rechnen die Arlesheimer mit einer Kulisse zwischen 500 und 1000 Zuschauern.

Der Glaube an den grossen Coup ist da

Auf dem Platz will der Heimclub den Zuschauern etwas bieten. «Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen», hält Bamassy fest. Details, die für den Aussenseiter sprechen, gibt es einige. «Vielleicht unterschätzen sie uns und treten mit der sogenannten zweiten Garnitur an», mutmasst Bamassy. Quaranta erklärt derweil die vierstündige Anreise und die Tatsache, «dass sie gegen uns nicht auf Konter spielen können» zum Nachteil für Chiasso. Der Glaube an den grossen Coup ist beim FCA jedenfalls vorhanden. «In Deutschland und Frankreich gibt es ständig Cup-Überraschungen. Wieso sollte das nicht auch uns gelingen?», macht Davide Quaranta seiner Mannschaft Mut.

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