Daniel Prod’hom – der Mann hinter jedem Fasnachts-Badge

Der Gestalter des Arleser Fasnacht- Badges heisst auch dieses Jahr Daniel Prod’hom. Er zeichnet seit 25 Jahren die Vorlagen der Blagetten und Badges.

Fast schon ein Lebenswerk: Daniel Prod’hom vor den Blagetten und Badges der Arleser Fasnacht.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Fast schon ein Lebenswerk: Daniel Prod’hom vor den Blagetten und Badges der Arleser Fasnacht. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Auch wenn das Sujet des diesjährigen Badges noch ein Geheimnis ist, so kann man jetzt schon etwas verraten: Am 31. Januar gibt es den Badge ab 10 Uhr beim Infostand des Fasnachts-Comité vor der Migros. Und einmal mehr zeichnet für die Umsetzung der Sujet-Idee der Arlesheimer Bürger Daniel Prod’hom verantwortlich, der heute in Aesch wohnt. Der Grafiker aus Genf kam 1966 nach Basel und arbeitete in einem Ingenieurbüro. Schon damals faszinierte ihn die Fasnacht und er teilte diese Leidenschaft mit Jeannot Tinguely, den er persönlich kannte.

In Arlesheim gestaltete Prod’hom 1990 die erste Blagette, die einen Waggis und das Schloss Birseck zeigt. 1999 wurden die massiven Blagetten von leichteren Badges abgelöst, nicht zuletzt aus Kostengründen. «Jeder Badge ist mit einer Anekdote verbunden», erklärt Daniel Prod’hom, der in seiner guten Stube alle seine Kunstwerke fein säuberlich auf einem Wandteppich aus schwarzem Samt angebracht hat. So verursachte etwa der Badge mit dem neuen Bahnhof einen Sturm im Wasserglas in Dornach, weil da stand «Bahnhof Arlesheim-Dornach». Als Prod’hom 2006 als Sujet den gepflästerten Postplatz ausspielte, auf dem so manche Frau ihr Schuhwerk ruiniert hatte, bekam er von weiblicher Seite manches Lob. Im letzten Jahr war das Sujet die umstrittene Überbauung «Uf dr Höchi».

Fasnachtsfan und engagierter Bürger
Nach seinem Debüt 1990 in Arlesheim wurden auch Aesch und Reinach auf den Grafiker aufmerksam. Insgesamt rund 50 Blagetten und Badges hat Prod’hom gestaltet. Daneben malt der Grafiker Laternen und entwirft Fasnachtslarven. Auch als detailbesessener Zeichner von Dorfansichten ist er bekannt. So zeichnete er für einen Kalender alle Brunnen von Arlesheim oder stellte einen Kupferstich einer Ansicht des Dorfs her. Dass Daniel Prod’hom in Arlesheim eingebürgert wurde und sogar Mitglied der Säulizunft ist, hat seinen guten Grund. Er engagierte sich in der Interessengemeinschaft der Vereine Arlesheim (IGVA), im Bocciaclub, bei den Fischern, war Präsident des Männerchors und sass im Organisationscomité der grossen Dorffeste. Sein Einsatz für das Gemeinwesen spiegelt sich sogar in seinem Namen: Prod’hom lässt sich als «Für den Menschen» übersetzen.

Die Fasnacht im Überblick
Über das Sujet des diesjährigen Badges wird das Fasnachts-Comité zu gegebener Zeit informieren. So viel steht bereits fest: Zur Badge-Ausgabe am 31. Januar sind auch die Ermitage-Schränzer aufgeboten. Am Freitag, 13. Februar, findet im Dorfkern ab 14.30 Uhr der traditionelle Kinderumzug statt. Am Sonntag, 22. Februar, wird im Steinbruch das Fasnachtsfeuer entzündet und es gibt das beliebte «Reedlischwinge». Dieser Anlass wird von der Säulizunft organisiert. Immer dabei sind natürlich die Ermitage-Schränzer. Das Fasnachts-Comité wird im «Wochenblatt» jeweils über die aktuellen Termine informieren.

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