Arlesheims spektakulärste Baustelle

Auf dem Wieland-Areal am Stollenrain werden seit Wochen gewaltige Erdmassen verschoben. Wo einst die Sprachheilschule war, sollen Wohnhäuser mit Mietwohnungen entstehen. Das Wochenblatt nahm einen Augenschein.

Blick in die Baugrube: Rund um die alte Villa auf dem Wieland-Areal wurden tausende Kubikmeter Erde bewegt.  Foto: A. Mannigel
Blick in die Baugrube: Rund um die alte Villa auf dem Wieland-Areal wurden tausende Kubikmeter Erde bewegt. Foto: A. Mannigel

Zwei Caterpillar-Bagger wühlen sich durch die Erde, einer von ihnen belädt einen Lastwagen, der bei der Abfahrt eine imposante Staubwolke aufsteigen lässt. Die alte Villa auf dem Wieland-Areal aus dem Jahr 1925 steht – praktisch freigestellt, auf einem Sockel – mitten in der acht Meter tiefen Grube. Knapp 13 900 Kubikmeter Erde sind in den letzten fünf Wochen abtransportiert worden, dafür waren zwischen 800 und 1000 Camionfahrten notwendig. «Ende dieser Woche sind wir damit fertig», sagt Remigius Bitterli, Stiftungsratsmitglied und Bauherrenverantwortlicher bei der GSR Wieland Stiftung, welche die rund 8200 Quadratmeter grosse Parzelle besitzt. «Dann ist der Grundstein für die Einstellhalle gelegt und die Baumeisterarbeiten können beginnen.»


Mietwohnungen mit Aussicht

Drei Neubauten wird es geben, entworfen und geplant von den Nissen & Wentzlaff Architekten Basel. Zusammen mit der Villa bieten sie Raum für
29 Mietwohnungen im mittleren und oberen Preissegment – natürlich mit Minergie-P-Standard und einer teilweise grandiosen Aussicht. Noch vor Ostern wird der Kran kommen, Ende 2019 sollen die Rohbauten fertig sein, ein Jahr später bezugsfertig. Die neuen Mieter und Mieterinnen kommen in direkte Nachbarschaft zur Klinik Arlesheim, von der ein Weg durch die neue Anlage zur Tramhaltestelle Stollenrain führen soll. «Momentan sind wir gut unterwegs», so Bitterli, was sich einerseits auf die Baustelle, andererseits auf die Wieland-Stiftung bezieht.


Gute Zusammenarbeit

2017 konnte die Stiftung ihr komplettes Angebot samt Geschäftsstelle in einem Zentrum für Gehör, Sprache und Kommunikation in Aesch Nord bündeln. Damit wurden die Standorte Riehen und Arlesheim frei. Letztere Räumlichkeiten mietete zwischenzeitlich der Kanton für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern. Während der frische Märzwind über die Baustelle weht, freut sich Bitterli über den Werdeprozess des Areals: «Wir haben eine gute, kooperative Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Architekten.» Die nächsten Schritte sind die Installation von vierzehn Erdsonden für die Versorgung mit Erdwärme sowie die Anbringung einer Bautafel, anhand derer sich die Bevölkerung informieren kann.

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