Eine vielversprechende Nachwuchs-Mountainbikerin

Wegen einer Verletzung musste Seraina Leugger die Leichtathletik aufgeben. Mit dem Mountainbiken hat sie nun eine neue sportliche Heimat gefunden.

Über alle Hürden hinweg: Seraina Leugger liebt die technisch anspruchsvolleren Strecken.  Foto: Flurin Leugger
Über alle Hürden hinweg: Seraina Leugger liebt die technisch anspruchsvolleren Strecken. Foto: Flurin Leugger

Seraina Leugger ist leidenschaftliche Mountainbikerin und hat im letzten Jahr ihre erste Saison als lizenzierte Mountainbikefahrerin im Team der Arlesheimer Metzgerei Jenzer, dem Goldwurst-Power-Team, bestritten. 2020 will die junge Arlesheimerin in Europa die Weltcup-Saison bestreiten und es unter die Top 25 der Kategorie U23 schaffen. Die 20-Jährige hat ambitionierte Ziele – denn während andere bereits im Kindesalter mit dem Training beginnen, ist sie erst seit kurzer Zeit dabei: «Früher hatte ich Leichtathletik gemacht. 2016 zog ich mir dann eine Verletzung am Fuss zu, weshalb ich die Leichtathletik aufgeben und eine andere Sportart suchen musste», erzählt Leugger. Da sie bereits früher zur Abwechslung gerne mit dem Velo in der Natur herumkurvte, lag es nahe, diesen sportlichen Zweig auszubauen: «Mein Velomechaniker und Trainer Peter Wyss, und Christoph Jenzer, animierten mich, dieses Ziel zu verfolgen und mit dem Goldwurst-Power-Team an einem Rennen teilzunehmen», erzählt sie.


Viel Zeit und Geld

Mittlerweile hat Leugger die Begeisterung am Mountainbiken voll gepackt: «Man ist in der Natur und muss sich mit dem Gelände, das man befährt, auseinandersetzen», so Leugger. Sie liebt die etwas schwierigeren Strecken, bei denen besonderes technisches Geschick gefragt ist: «Das macht es interessant.» Dabei ist wettkampfmässiges Mountainbiken weit mehr, als einfach ein bisschen in der Natur herumzufahren: «Es ist zeitlich und finanziell sehr aufwändig.» Man muss nicht nur die Technik beherrschen, sondern kräftig und ausdauernd sein.
Da das Team der Metzgerei Jenzer relativ klein ist und nicht über unendliche Ressourcen verfügt, ist Leugger auf Hilfe aus ihrem persönlichen Umfeld angewiesen – sei es etwa nur, um ihr Velo an den Wettkampfort zu transportieren oder um sie während des Wettkampfes zu betreuen.


Mountainbike und Vollzeitstudium


Da die junge Arlesheimerin zugleich noch Vollzeit Biologie studiert, sind die Abende und die Wochenenden ganz für ihren Sport reserviert: «Viel Zeit für anderes bleibt da nicht.» Zum Glück gibt es ganz in ihrer Nähe den Bike-Trail Arlesheim. Auch rund um den Gempen gibt es einige für das Mountainbike zugelassene Trails, die sich zum Üben eignen. Da ist allerdings Rücksicht und Vorsicht geboten, denn nicht jeder Wanderer ist darüber erfreut, im Wald einer Horde schneller Biker zu begegnen: «Da müssen wir Velofahrer einfach Rücksicht nehmen.» Ob sie nicht Angst hat, sich wieder zu verletzen? «Natürlich ist die Verletzungsgefahr grösser als beim Joggen», sagt die 20-Jährige freimütig. Doch je mehr man trainiere, desto sicherer werde man: «Dann ist es auch möglich, aus brenzligen Situationen wieder herauszukommen.»

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