Wir ziehen zurück aufs Schiff

Vor den «Sommerferien»: Das Schiff Milagros und seine Crew im Boatyard von San Carlos. Foto: zVg
Vor den «Sommerferien»: Das Schiff Milagros und seine Crew im Boatyard von San Carlos. Foto: zVg

Patricia Büeler und David Horstmann aus Aesch wollen über die Weltmeere segeln. Alle zwei bis drei Monate gibt das Wochenblatt einen kleinen Einblick in den Alltag des Paars, das nun nach einer Sommerpause mit dem Schiff Milagros seine Weltreise fortsetzt (das Wochenblatt berichtete). So können Sie die Reise der beiden an dieser Stelle verfolgen:

Nach dreieinhalb Monaten Sommerpause oder Neudeutsch «Workation» in der Schweiz sind wir wieder auf dem Weg zu «Milagros» nach Mexiko. Diesen Heimurlaub haben wir gebraucht – wir sind vor der mexikanischen Hitze geflüchtet, aber auch ein bisschen vor dem Bootsleben. Die letzten eineinhalb Jahre waren herausfordernd, spannend und meist spassig, aber auch anstrengend. Doch jetzt sind wir wieder bereit für die nächste Etappe.

Unser Ziel ist es, nächsten Juni mit «Milagros» in Panama zu sein. Uns stehen etwa 3000 Kilometer Seeweg bevor und der Besuch von drei bis vier Ländern. El Salvador, Costa Rica und eben Panama stehen auf dem Plan. Dafür muss auch «Milagros» bereit sein. Wir wissen noch nicht, was uns erwartet, wenn wir im Trockendock in San Carlos wieder auf «Milagros» treffen. Es kann mit ihr alles tipptopp in Ordnung sein oder auch nicht. Vom bequemen und rundum durchorganisierten Schweizer Leben wechseln wir nun wieder in das praktisch unplanbare Seglerleben. Ab jetzt ist wieder alles und nichts möglich. Darauf freuen wir uns sehr.

Postadresse in Arizona

Unsere Ankunft ist bereits organisiert: «Milagros» wird für uns auf dem Arbeitsyard bereitstehen. Und auch Arbeitsmaterialien sind bestellt – wie zum Beispiel frisches Antifouling für das Unterwasserschiff. Es ist nicht einfach, Waren nach Mexiko zu bestellen. Aber dafür gibt es Debbie. Sie wohnt in Arizona, stellt Auslandsamerikanern und Leuten wie uns ihre Postadresse zur Verfügung und bringt dann jeden Samstag alle Briefe und Pakete gegen eine Gebühr nach San Carlos. So können wir uns das benötigte Material bequem vor die «Haustüre» transportieren lassen.

Erst mal müssen wir aber «Milagros» abstauben, uns wieder einleben, unser wohl etwas eingerostetes Spanisch auspacken und ausgiebig Tacos geniessen. Ausserdem kriegen wir direkt für 3 Wochen Besuch von einer Freundin. Im besten Fall sind wir nach wenigen Wochen wieder im Wasser. Und wenn nicht, geniessen wir das mexikanische Leben bei angenehmen Temperaturen und kümmern uns Schritt für Schritt um was auch immer. Es kann wieder losgehen!

Über unsere Erlebnisse berichten wir auf unserem Blog (milagros.ch/de) und regelmässig im Wochenblatt.

Patricia Büeler und David Horstmann

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