Jeder kann Botschafter der Tour de Suisse in Aesch werden

Das Organisationskomitee hat sich für das Tour-de-Suisse-Spektakel in Aesch eine spezielle Aktion ausgedacht.

Sportereignis des Jahres: Die Radprofis werden am 13. Juni im Etappenort Aesch einfahren. Foto: Sam Buchli
Sportereignis des Jahres: Die Radprofis werden am 13. Juni im Etappenort Aesch einfahren. Foto: Sam Buchli

Wenn am 13. Juni der Tross der Tour de Suisse ins Birseck einfährt, wird am Etappenort Aesch beim Schulhaus Neumatt hoffentlich Volksfeststimmung herrschen. Die Vorbereitungen dafür laufen seit Monaten auf Hochtouren und nehmen auf den letzten Metern zusätzlich Fahrt auf. Es geht unter anderem darum, die Region auf das Ereignis einzustimmen. In Aesch selber werden nächste Woche 6 mal 3 Meter grosse Werbetürme aufgestellt. Die eigens für die zwei Tage gestaltete Website ist bereits online und liefert allerlei Wissenswertes über das Radsportspektakel in Aesch.

Ab morgen kann jeder zum Tour-de-Suisse-Botschafter werden, verrät Roman Cueni, der im lokalen Organisationskomitee unter anderem für die Kommunikation zuständig ist. «Wir haben Aufkleber gestaltet, die auf die Zielankunft und den Start der Tour de Suisse in Aesch aufmerksam machen. Diese kann man zum Beispiel aufs Auto, an die Türe oder an die Fenster kleben.» Die Aufkleber wurden gemäss Cueni so produziert, dass sie sich leicht entfernen lassen. Die ­Aufkleber werden morgen Freitag ab 15.30 Uhr bei der Garage Hollenstein in Aesch aufgeklebt oder abgegeben.

Das Organisationskomitee erhofft sich damit, dass die Botschaft der Tour de Suisse in Aesch weit über Aesch hinaus getragen wird. «Wir möchten die Bevölkerung auf den letzten Metern der Vorbereitungen miteinbeziehen und in der ganzen Region das Radsportfieber entfachen», frohlockt Cueni.

Die Region von ihrer schönsten Seite

Seit wenigen Wochen steht fest, wodurch die Zusatzschlaufe der zweiten Etappe, die in Küsnacht startet, nach einer ersten Zieldurchfahrt in Aesch führen wird: Via Ettingen geht es über Nunningen, Laufen und den Challpass als Haupthindernis nochmals durch Ettingen nach Aesch. Das lokale Organisationskomitee konnte die Organisatoren der Tour de Suisse von der Zusatzschlaufe überzeugen, obwohl die Etappe schon ohne diese ziemlich lang ist. Doch Roman Cueni und seinem Team war es ein Anliegen, dass möglichst viele Schönheiten der Region über die Bildschirme in die ganze Schweiz hinausgetragen werden. Das lokale Organisa­tionskomitee konnte den Organisatoren auch mitteilen, welche Sehenswürdigkeiten vom Kamerahelikopter eingefangen werden sollen. In der nahen Umgebung von Aesch werden dies unter anderem die Klus und die zahlreichen Burgen und Schlösser sein.

Tags darauf, wenn das Feld in Aesch zur dritten Etappe aufbricht, geht es für die Fahrer direkt via Laufen in den Jura. Beim Start beim Neumattschulhaus bietet sich die Möglichkeit, die Stars aus der Nähe zu sehen und das traditionelle Prozedere des Einschreibens zu verfolgen.

Sponsor abgesprungen

Einen Dämpfer gab es zuletzt aus wirtschaftlicher Sicht. Einerseits musste das Budget um rund 25000 Franken auf 300000 Franken aufgestockt werden, andererseits sprang ein wichtiger Sponsor ab, da dieser stark vom Krieg in der Ukraine betroffen ist. Roman Cueni hofft, dass in den kommenden Tagen noch ein neuer Geldgeber gefunden werden kann. Grundsätzlich lasse sich aber sagen, dass die Unterstützung aus dem lokalen Gewerbe für die Tour de Suisse in Aesch sehr gross ist. www.tourdesuisse-aesch.ch

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