Eine Kulturnacht für den Gaumen

«Essen als Kultur» lautet das Motto der Aescher Kulturnacht 2023. Das OK sucht für das Fest im Sommer nach ausgefallenen Leckereien und exo­tischen Menüs.

OK-Mitglieder: (v. l.) Dina Barreca, Andreas Stäheli, Franziska Albrecht, Jaqueline Blatter, Marco Agostini und Isabelle Wipf. Foto: zVg
OK-Mitglieder: (v. l.) Dina Barreca, Andreas Stäheli, Franziska Albrecht, Jaqueline Blatter, Marco Agostini und Isabelle Wipf. Foto: zVg

Die gebürtige Aescherin Jaqueline Blatter strotzt nur so vor Energie, und spricht sie über ihre Heimat, ist Begeisterung an ihrem Gesicht abzulesen: «Wenn in Aesch ein Fest gefeiert wird, sind alle dabei. Da trifft man auch Leute, die man sonst nur selten sieht», erzählt sie. Weil ihr Aesch so am Herzen liegt, engagiert sie sich für ihr Dorf, wo sie nur kann, und so wundert es nicht, dass sie auch als OK-Präsidentin der Kulturnacht Aesch, die in diesem Jahr am ersten Juliwochenende stattfindet, fungiert. «Auf diese Weise kann ich etwas zurückgeben. Schliesslich habe ich selbst viel von den Angeboten in Aesch profitiert.» Zugetragen wurde ihr das Amt aber auch, weil sie schon beachtliche Erfahrung in Vorständen und Organisationskomitees, etwa im Rahmen ihrer Engagements im Musikverein Aesch, vorweisen kann.

Mehr als Wurst und Brot

Das Motto der diesjährigen Kulturnacht Aesch lautet «Essen als Kultur»: «Wir möchten ein möglichst vielfältiges ­Angebot an Speisen präsentieren», so Blatter. Während an traditionellen Dorffesten wie etwa einer «Usestuelete» meist Bratwurst und Bier serviert werden, möchte die Kulturnacht den Gaumengenuss um aussergewöhnliche, fremde Erfahrungen erweitern. «Wir suchen deshalb Gruppen oder auch Einzelpersonen, die an der Kulturnacht kulinarische Spezialitäten präsentieren.» Natürlich seien schweizerische oder italienische Gaumenfreuden gern gesehen, «doch unser Ziel ist, auch Speisen präsentieren zu können, die man bei uns sonst weniger findet». Das neunköpfige OK gibt Vollgas, zehn Teilnehmer hätten sich schon angemeldet. Weitere Personen oder Gruppen, die eine Bar oder kulinarische Feststände betreiben möchten, sind vom OK herzlich eingeladen. «Um das Angebot möglichst vielfältig zu gestalten, sind auch Betreiber aus umliegenden Gemeinden eingeladen, sich bei uns zu bewerben.»

Anna Rossinelli dabei

Neben kulinarischen Leckerbissen möchte die Kulturnacht das Dorf mit Attraktionen wie Musik, Tanz, Konzerten, Lesungen oder Filmen auf zwei Bühnen rund um das Festareal vom Schlossplatz bis zur Kirche beleben. Man ist dabei, Sänger und Musikgruppen für die Kulturnacht zu organisieren. Am Sonntag sollen Familien im Vordergrund stehen: «Wir organisieren einen Brunch auf dem Mühleplatz. Danach geht es mit Spiel und Spass rund um das Pfarreiheim weiter.» Im Pfarreiheim findet zudem autonom an beiden Tagen der Kunsthandwerker- und Koffermarkt statt.

Die Kulturnacht wurde vom Verein «Attraktives Aesch» ins Leben gerufen. Der Verein setzt sich für die Belebung des Dorfes ein und sieht sich als «unabhängige Plattform für Ideen und Innovationen». Zudem fungiert er als Bindeglied zwischen Behörden und Anwohnern. Zur Belebung des Dorfes sagt Blatter: «Wir hoffen natürlich, auch Neuzugezogene für die Teilnahme am Dorfleben zu gewinnen.» Die Kulturnacht findet alle zwei Jahre und diesmal zum ersten Mal an zwei Tagen statt. «Nach der Verschiebung und Absage in den Vorjahren freuen wir uns umso mehr auf die Kulturnacht 2023», schreibt das OK.

attraktivesaesch.ch

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