Aescher Heimatmuseum für den BLKB-Förderpreis 2024 nominiert

Wer die Auszeichnung erhält, entscheidet das Publikum in einem Online-Voting.

Urchig: Im Heimatmuseum Aesch stehen Zeugen vergangener Zeiten. Foto: Moira Vanotti

Die BLKB-Stiftung für Kultur und Bildung möchte kulturelle Aktivitäten mit lokalem Charakter unterstützen und den beruflichen und wissenschaftlichen Nachwuchs im Kanton Basel-Landschaft fördern. Im Herbst 2024 hat die Stiftung deshalb Gemeinden, Vereine und interessierte Kreise dazu aufgerufen, förderungswürdige Projekte aus dem Bereich Tradition und Brauchtum zu melden. «Der Stiftungsrat hat von den eingegangenen Bewerbungen fünf Projekte fürs Publikumsvoting nominiert», sagt Thabea Bucher, Geschäftsführerin der BLKB-Stiftung für Kultur und Bildung. Neben dem Heimatmuseum Aesch sind das Fasnachtskomitee Ettingen, der Jodlerklub Reinach, die Play & Rail Arena Waldenburg und die Trachtenvereinigung Baselland nominiert. Ziel des Förderpreises sei es, das gemeinnützige Engagement für Brauchtum und Tradition zu stär-ken. Es stehe eine Gesamtsumme von 10000 Franken bereit.

Christian Helfenstein, Stiftungsratspräsident des Heimatmuseums Aesch, freut sich sehr über die Nomination. «Erwartet haben wir es nicht – aber im Geheimen gehofft. Es freut uns, dass wir die Jury von unserem Museumskonzept überzeugen konnten. Die Nomination bestärkt uns darin, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen: Wir wollen das Museum mit der digitalen Ausstellung und den Auftritten ausserhalb des Museums zu den Leuten bringen», sagt Helfenstein. Sollte das Heimatmuseum den Förderpreis gewinnen, will Helfenstein gerne das Museum auf den neusten Stand bringen, etwa das digitale Museum ausbauen sowie eine digitale Schnitzeljagd durch Aesch für Kinder erstellen.

«Da werden wir uns etwas ganz Spezielles überlegen»

Mit seinen verschiedenen Ausstellungen und Angeboten möchte das Heimatmuseum Aesch Geschichte greifbar machen. Das Heimatmuseum setzt sich für die Dokumentation und Pflege der Brauchtümer ein. «Unser Ziel ist es, das frühere Leben in Aesch erlebbar zu machen und zu zeigen, wie die Menschen in Aesch früher gelebt haben», erklärt der Stiftungsratspräsident.

In der Dauerausstellung «Heim und Arbeit» tauchen Besucherinnen und Besucher in den Alltag des 20. Jahrhunderts ein – vom Haushalt bis zur Küche. Weitere Ausstellungen widmen sich Aescher Persönlichkeiten, der Ur- und Frühgeschichte des Dorfes oder erzählen die spektakuläre Geschichte eines amerikanischen B-17-Bombers, der in Aesch notlanden musste. Eine Ecke ist ausserdem dem Aescher Heilpraktiker Alfred Vogel gewidmet. In der aktuellen Sonderausstellung «Luege, stuune, spiile» wird gezeigt, womit unsere Eltern und unsere Grosseltern noch gespielt haben. Sie lädt aber nicht nur zum Schauen, sondern auch zum aktiven Spielen ein. An Spielenachmittagen und Spieleabenden erhalten Jung und Alt etwa die Möglichkeit, die verschiedenen Spielsachen und Spiele selbst auszuprobieren.

Die Sonderausstellung kommt bei den Menschen gut an, Schulklassen seien ­besonders interessiert, sagt Helfenstein. Stiftungsratsvizepräsidentin Annemarie Rotzler zeigt einen Eintrag im Gästebuch: «Diese Gäste kamen sogar von Berlin!»

Das Heimatmuseum widmet besonderen Themen regelmässig Sonderausstellungen – letztes Jahr zum Beispiel mit der Ausstellung zum Thema Fasnacht, da das Fasnachtskomitee 50 Jahre alt wurde. Nächstes Jahr feiert auch das Heimat­museum sein 50-jähriges Bestehen. «Da werden wir uns etwas ganz Spezielles überlegen», verspricht Helfenstein.

Voten fürs Museum

 

Das Publikumsvoting findet von14. Februar bis 16. März statt. Wer mit dem Förderpreis 2024 ausgezeichnet wird, wird im Rahmen einer feierlichen Veran­staltung im April bekannt gegeben. Voten kann man für das Heimatmuseum über folgenden Link: voting.blkbstiftung.ch.

Für das Voting ist eine Handy­nummer nötig. 

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