Zurück zu den Ursprüngen

David Pflugi lädt amkommenden Wochenende zur Werkschau in seinem Atelier in Laufen ein.

Ins Werk integriert: David Pflugi und «The Seeds of Victory». Fotos: Gaby Walther

Ins Werk integriert: David Pflugi und «The Seeds of Victory». Fotos: Gaby Walther

Die andere Seite des WM-Werks: Je nach Blickwinkel ergibt sich immer ein neues Bild.

Die andere Seite des WM-Werks: Je nach Blickwinkel ergibt sich immer ein neues Bild.

Ein überdimensionales Baby zeigt sich dem Betrachter. Doch das ist nur der erste Eindruck. Entfernt man sich einige Schritte und geht um das 8×3 Meter grosse, reliefartige Werk herum, verwandelt sich das Baby in einen Fussball, nach ein paar weiteren Schritten ist ein Stadion zu entdecken und anschliessend entwickelt sich aus der Skulptur ein Baum. Das letzte Bild sei hier nicht verraten. Dies dürfen die Besucherinnen und Besucher am 8. und 9. April selber entdecken, denn David Pflugi, der eine Zeit lang unter dem Künstlernamen «Dave» auftrat und nun wieder zu seinem Geburtsnamen zurückgekehrt ist, lädt zur offenen Werkstatt in sein Atelier an der Wahlenstrasse 81 in Laufen ein. In dem umgebauten Industriegebäude haben es sich Pflugi und seine Mitarbeiter bequem eingerichtet. Nebst Büro, Ausstellungsraum und Werkstatt befindet sich im Obergeschoss ein grosser Raum, den Pflugi seinen «Notizblock» nennt. Der Boden ist belegt mit grossen Papierrollen, überall stehen Farbtöpfe und angefangene Werke herum. «Hier kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen und meine Ideen ausprobieren», erklärt der Künstler. Einen Teil des Raums hat er für seine Frau und seine fünfjährige Tochter reserviert, damit auch sie frei nach Lust und Laune werken können.

«Fusionismus» nennt David Pflugi seine Kunst. In seinen Werken vereint er Bildhauerei mit Malerei, dadurch ergibt sich je nach Perspektive ein anderes Bild. Gerne experimentiert Pflugi aber auch mit weiteren Elementen. So vermischt er fluoreszierende Farben mit Ölfarben und schaut, welche Effekte er je nach Lichteinfall erzielen kann. Oder er kombiniert seine Kunstobjekte mit Menschen und lässt eine Performance entstehen. Seit 1998 erstellt er jeweils ein Werk für die Fussballweltmeisterschaft, welches dann vor dem Finalspiel von den Spielern der beiden Mannschaften signiert wird. Das eingangs beschriebene «Baby» entstand für die WM in Brasilien. Dort lebte Pflugi während eines Jahres mit seiner Familie und schuf das «The Seeds of Victory». Nun steht das grosse Werk in seiner Werkstatt. Noch einige Verbesserungen will er anbringen, während er sich schon Gedanken macht zur WM in Russland 2018 und in Katar 2022. David Pflugi sprüht vor Ideen und so sind gerade mehrere Werke am Entstehen. Ein Styropormodell von zwei Meter Höhe soll später in einen sechs Meter hohen Marmorblock gehauen werden. «Zurück zu den Ursprüngen» ist im Moment das Motto. Doch der gelernte Bildhauer wird auch bei dieser Skulptur seinen Fusionismus einbringen und ein mehrdimensionales Gebilde kreieren. Dieses und viele weitere Arbeiten können an der Werkschau betrachtet werden.

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