Beliebter Planetenweg wird aufgefrischt
Der Planetenweg in Laufen erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies beweisen die zahlreichen rund 200-seitigen Gästebücher, welche alle voll sind von Lob und Komplimenten. Bis im Herbst wird hier einiges erneuert.
Laufen
«Cool und spannend gemacht», schrieb eine Schulklasse aus Lausen im November 2024. Und im Frühjahr 2025 verewigt sich eine junge Familie: «Steffi und Dirk haben mit ihrer kleinen Helena ihren Hochzeitstag hier genossen.» Und vom 13.6.2026 stammt schliesslich der letzte Eintrag in diesem Buch auf Seite 194: «Der beste Planetenweg. Es war toll, danke.» Hier am Ziel des 6,2 Kilometer langen Planeten-Rundwegs hat ein begabter, junger Zimmermann vor einigen Jahren ein kleines Chalet gebaut, wo ein Gästebuch inklusive Schreibzeug und -unterlage für Kommentare der Wandernden bereitliegt.
Bruno Stähli präsentiert hier das neue, noch fast jungfräuliche Gästebuch beim Brunnen am Mühlenweg, das er vor wenigen Tagen reingelegt hat. «Bereits zum siebten Mal wechselten wir dieses Dokument aus», informiert er. Stähli ist seit vielen Jahren im Vorstand des Verkehrsvereins Laufen. Unter anderem kümmert er sich, zusammen mit Felix Stähli, um den Planetenweg.
Stähli ist seit vielen Jahren Mitglied des Verkehrsvereins Laufen und im Vorstand unter anderem verantwortlich für den Planetenweg. Der existiert seit Anfang der 1970er-Jahre und wurde damals von eben diesem Verein ins Leben gerufen. Damals sei der Planetenweg in einer Linie auf eine Länge von 13 Kilometern angelegt worden. Erst 2019 habe man den Weg im richtigen Massstab 1:1 Milliarde auf einem Rundweg von 6,2 Kilometern angelegt, informiert Stähli.
Neu, bereits in wenigen Monaten
Auch der neue, bald zehn Jahre alte Planetenweg ist nun in die Jahre gekommen. Informationstafeln präsentieren sich zerkratzt. Einzelne kleine Planeten fielen der Witterung – oder Vandalismus, wie Stähli vermutet – zum Opfer. Und schliesslich funktionieren die QR-Codes, die zu der entsprechenden Homepage mit Hörspielen führen sollten, nicht mehr. «Wir sind daran, dies alles wieder in Ordnung zu bringen», sagt Bruno Stähli und zeigt auf, dass bereits diesen Herbst der renovierte Planetenweg Laufen in neuem Glanz erstrahlen wird. Die vom Künstler Stephan Schnell im Jahre 2019 fertiggestellten Skulpturen in einheimischem Jurakalkstein und rostendem Eisen bleiben erhalten. «Das sind Kunstwerke», kommentiert Stähli kurz und bündig.
Beschädigte oder fehlende Planeten werden ersetzt, und zwar nach einem Verfahren, das weniger witterungs- oder vandalismusanfällig sei, wie Stähli erwähnt. Auch sämtliche Informationstafeln werden ausgewechselt und mit funktionierenden QR-Codes versehen. «So können die professionell gestalteten Hörspiele zu den einzelnen Planeten ab Herbst wieder vor Ort gehört werden», freut sich Bruno Stähli. Er ist Frühpensionär, der sich auch sonst über Beschäftigungsmangel nicht beklagen kann. Der umtriebige Laufner ist im OK der alljährlichen «Langen Tafel» im Stedtli, ist Mitglied der Kulturkommission Laufen, braut regelmässig Bier in der ehemaligen Biomill und steht seit Anfang Jahr im Vorstand der Wanderwege beider Basel.






