Zum Jubiläum Albin Fringeli vertont

Mit dem Gastklub «Mis Dörfli» Duggingen, einem Duett und dem Kammerchor Laufental-Thierstein feierte der Jodlerklub «Echo vo dr Flueh» Laufen seinen 40. Geburtstag.

Leidenschaftlich: Vortrag des jubilierenden Klubs «Echo vo dr Flueh», Laufen. Foto: Jürg Jeanloz
Leidenschaftlich: Vortrag des jubilierenden Klubs «Echo vo dr Flueh», Laufen. Foto: Jürg Jeanloz

Prächtig, heimelig und vorweihnächtlich war die Stimmung in der Laufner St. Katharinenkirche, als der Jodlerklub «Echo vo dr Flueh» Laufen auf die Bühne trat. «Leidenschaft, Begeisterung und grossen Einsatz haben diese Damen und Herren gemeinsam», würdigte Ansagerin Tanja Horisberger die Jubilierenden. Neun gesangsfreudige Herren hätten sich 1972 im Restaurant Buffet in Laufen zusammengefunden, um den Jodlerklub aus der Taufe zu heben. An unzähligen Anlässen, Fluhfesten, Stedtli- und Kirchenkonzerten seien sie aufgetreten und hätten den Menschen Freude und Wohlgefallen bereitet. Volksverbunden und bodenständig wie man die Laufner Jodler kennt, begannen sie mit dem Lied «E Hand voll Heimatärde» des bekannten Berner Komponisten Hannes Fuhrer. «Es schmöckt ärdeguet nach nassem Härd u junger Bluescht», verkündeten die Jodler den anbrechenden Tag, derweil ihre Kolleginnen fein in den Jodel einstimmten. Höhepunkt des vielseitigen Abends war aber die Uraufführung des Lieds «Uss dr Höchi», das Dirigent Kurt Grun seinen Kameraden zum Jubiläum schenkte. Er sei auf das gleichnamige Gedicht von Albin Fringeli gestossen, das ihn nicht mehr losgelassen habe, meinte der umtriebige Dirigent. Er habe den Text unverändert übernommen und dazu eine Melodie komponiert. Ein feines Lied ist daraus geworden, das die Liebe und Verbundenheit Fringelis zum Schwarzbubenland nicht besser hätte ausdrücken können.

Kurt Grun dirigiert nicht nur den Jodlerklub aus Laufen, sondern auch den Jodlerklub «Sunnesyte» Nunningen. Zur Geburtstagsfeier überbrachte das Sunnsyte-Duett Brigitte Borer und Nadia Moser «E schöne Traum» und begeisterte die Gäste mit herrlichen Jodelpassagen. Man hätte eine Nadel fallen hören, so andächtig war es in der Kirche. Kalt lief es einem bei den Melodien den Rücken hinab. Grosser Applaus der 200 Gäste prasselte auf die beiden jungen Damen nieder.

Mit dem volkstümlichen Evergreen «Mi Jugendzyt» erinnerten die Dugginger Jodler «Mys Dörfli» an die guten alten Zeiten und der Kammerchor Laufental-Thierstein brachte mit Calypso etwas karibische Fröhlichkeit ins Gotteshaus. Zum Schluss stellten sich alle Sängerinnen und Sänger zum gemeinsamen Lied auf. «D’Lüt im Dorf» ertönte kräftig und beschwingt aus fünfzig Kehlen und riss die Zuhörerschaft nochmals von den Bänken. Dirigent Kurt Grun liess sich zu einer Zugabe erweichen und schickte den bereits in den Süden gezogenen «Schwälbeli» einen herrlichen musikalischen Gruss hinterher.

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