Wochenblatt lädt zum «Ozapft is!»

Rund 100 Gäste, auffallend viele in Dirndl und Krachledernen, liessen es sich bei einer «Mass», «Brezn» und Weisswürsten nicht nehmen, sich nach der launigen und rasanten «Ozapft is»-Ansprache von Markus Würsch, Verkaufsleiter beim Wochenblatt, im «Monat der Lederhosen» in ein veritables Oktoberfest mitreissen zu lassen.

«Fesche Madln, stramme Burschn»: Weiss-blaue Gaudi-Stimmung nach Marcel Wysers (r.) Weisswurst-Crashkurs. Fotos: Roland Bürki

«Fesche Madln, stramme Burschn»: Weiss-blaue Gaudi-Stimmung nach Marcel Wysers (r.) Weisswurst-Crashkurs. Fotos: Roland Bürki

Rasant: Markus Würsch kann nicht nur schnell sprechen, sondern kann auch Polonaise.

Rasant: Markus Würsch kann nicht nur schnell sprechen, sondern kann auch Polonaise.

Das gelang dem Schnellsprecher genau so perfekt wie etwas später seine spontane Polonaise, die er quasi als Lokomotive rasant um die vielen Tische herum anführte. Dazu spielte das Daniel Kappeler Duo nicht nur das Lied vom «eins, zwei, g’suffa» im Münchner Hofbräuhaus, sondern es zog buchstäblich alle möglichen musikalischen Register. Vom «Sentimental Blues» übers «Vogellisi» und «Hösch Fäärimaa» bis zum «Stern, der deinen Namen trägt». Die Stimmung im Saal des Neuhofs jedenfalls schäumte entsprechend auf wie der Gerstensaft in den Masskrügen. Und Banker Marcel Wyser, ein Oktoberfest-Habitué, demonstrierte gleich, was ihn, den «Zuagroasten», Münchner Freunde über das richtige Sezieren der Weisswürste mit Ausschluss der Wursthaut gelehrt hatten. Vom «Zuzeln oder Aussaugen der Weisswurst», sagte Wyser nichts mehr, da dies heute in München alter Schnee aus den 1970er-Jahren sein soll.

Bei den eingeladenen Kunden und Behördenmitgliedern jedenfalls kam das Oktoberfest als Ersatz für das frühere Moviemania in der Ruine Gilgenberg bestens an, zumal Organisatorin Sabine Renz und ihre Kolleginnen zum Abschied laufend ihre Herzen verschenkten. In Form von Danke-Lebkuchen selbstverständlich. Honi soit qui mal y pense!

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