Wiederbelebung des Laufner Gefängnisses
Das Bezirksgefängnis Laufen hat vorerst für ein Jahr seinen Betrieb wieder aufgenommen. Bereits seit letztem Freitag sitzen im Haus an der Amtshausgasse wieder Häftlinge ein.

Seit letztem Herbst herrschen in den Baselbieter Gefängnissen sehr enge Verhältnisse. Sämtliche Haftplätze in Arlesheim und Liestal sind belegt, sowohl von Untersuchungsgefangenen wie auch für kurze Vollzugsstrafen. Grund dafür sind die gehäuften Einbruchsdelikte im Kanton. Deshalb entschied Sicherheitsdirektor Isaac Reber im Frühjahr, das seit 2001 still gelegte Bezirksgefängnis in Laufen vorübergehen wieder zu eröffnen. Dies auch, damit die Staatsanwaltschaft und die Polizei Basel-Landschaft nicht zusätzlich zu ihrem hohen Pensum noch Haftplätze suchen müssen.
Das Bezirksgefängnis wurde in den letzten zweieinhalb Monaten sicherheitstechnisch auf den neusten Stand gebracht, erklärte Isaac Reber bei einem Medientermin im noch leeren Gefängnis am vergangenen Donnerstag. Bauliche und technische Massnahmen sowie die Einrichtung schlugen beim Kanton mit 300 000 Franken zu Buche. Das Bezirksgefängnis in Laufen sei somit auf dem gleichen Sicherheitsstandard, wie die übrigen Gefängnisse im Kanton, sagte Reber weiter. Es bietet nun elf zusätzliche Haftplätze und soll voraussichtlich bis zur Eröffnung des Strafjustizzentrums (SJZ) in Muttenz im Sommer 2014 geöffnet bleiben. Für eine längere Betriebsdauer sei das Gefängnis in Laufen auch nicht vorgesehen, darum wurden keine weiterführenden Renovationsarbeiten durchgeführt. Den Häftlingen steht somit auch kein adäquater Aufenthaltsraum zur Verfügung und der Spazierhof besteht aus einer etwa 20 Quadratmeter grossen Terrasse. Für den Betrieb bis Ende 2013 wurden 440 000 Franken vom Landrat bewilligt. Für das Halbjahr von Januar bis Juni 2014 ist derselbe Betrag budgetiert. Personell ist das Laufner Gefängnis dem Bezirksgefängnis Liestal angeschlossen, die Verpflegung wird vom Altersheim Rosengarten angeliefert. Mit der SJZ in Muttenz stehen ab Sommer 2014 im Baselbiet 48 neue Haftplätze zur Verfügung. Geplant ist auch die Schliessung des Gefängnisses in Arlesheim , da auch diese Haftanstalt nicht mehr den geforderten Standards entspricht. Je nach Belegung müsse aber die Option offen gehalten werden, das Gefängnis nicht sofort zu schliessen, sondern vorübergehend in Betrieb zu halten.


