Wider das Vergessen

Seit 30 Jahren wird das Laufentaler Jahrbuch von einem initiativen Kleeblatt veröffentlicht. Zum Dank, dass die Herausgeber jedes Jahr spannende und unvergessliche Ereignisse zusammentragen, wurden sie mit dem Laufentaler Kulturpreis 2014 geehrt.

Übergabe des Stiftungspreises: v.l. Stiftungsmitglied Franz Hueber, Pierre Gürtler, Christina Borer-Hueber, Gerhard Vitt, Bernhard Bucher und Stiftungspräsident Urs Hofer.Foto: Jürg Jeanloz
Übergabe des Stiftungspreises: v.l. Stiftungsmitglied Franz Hueber, Pierre Gürtler, Christina Borer-Hueber, Gerhard Vitt, Bernhard Bucher und Stiftungspräsident Urs Hofer.Foto: Jürg Jeanloz

Kaum zu glauben dass Christina Borer-Hueber, Bernhard Bucher, Pierre Gürtler und Gerhard Vitt seit der ersten Ausgabe immer noch in gleicher Besetzung das Laufentaler Jahrbuch publizieren. Eisern hat das Kleeblatt zusammengehalten und die vielen Stürme über das Tal in Bild und Text festgehalten. Lebendig und kreativ sind sie geblieben und haben diesem beliebten Kalender ein Gesicht gegeben. Zum Dank ihrer unermüdlichen Arbeit haben sie den Laufentaler Kulturpreis 2014 der Kulturstiftung Portland Cementfabrik erhalten. «Sie haben sich mit dem Laufental identifiziert und ein ‚Wir-Gefühl’ entwickelt», lobte Stiftungspräsident Urs Hofer die vier Herausgeber an der Jubiläums-Vernissage. Er dankte aber auch den ehrenamtlichen Autoren und Fotografen für die vielen Beiträge

In der diesjährigen Ausgabe wagen die Verantwortlichen einen Blick in die Glaskugel. Tief ins Glas schaut Gemeindepräsident Remo Oser und verkündet den Röschenzern, dass mit der Sonne und dem Röschenzerhof gleich zwei Restaurants ihre Wiederaufstehung gefeiert haben. Gemeindepräsident Meinrad Probst empfiehlt sein Dorf Wahlen als Ausgangspunkt für prächtige Wanderungen. Das Laufentaler Matterhorn, auch Stürmenkopf genannt, sei umsäumt von reichhaltigen Weiden, Bachläufen und Sträuchergruppen. Ein Blick zurück wirft Bernhard Bucher und lässt uns wissen, dass vor 100 Jahren General Wille die zum Ersten Weltkrieg aufgebotenen Truppen in Laufen inspiziert hatte. Um nicht weniger als sieben eingerückte Söhne hatte sich eine Mutter ängstigen müssen.

«Ihr seid den anderen Regionen im Baselbiet voraus», meinte Staatsarchivarin Regula Nebiker zu der Schicksalsgemeinschaft der 13 Laufentaler Gemeinden. In diesem Almanach der Erinnerungen spüre man die Berner Tradition, die einst regionale Selbständigkeit verinnerlichte.

Das Jahrbuch lege Wert auf Verbindendes und halte in unterhaltsamer Form das Tagesgeschehen fest. Auch wenn der 100-jährige Kalender abgeschafft worden sei, freue sie sich über das Kalendarium mit den sinnreichen Sprüchen. Die beibehaltene Struktur des Jahrbuchs sorge für Orientierung und Heimatgefühl. Tradition werde in diesem Almanach gross geschrieben.

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