Wenn die Verlierer auch gewinnen

Der Curling Club Laufen ist zwar ein Verein, bei dem Siegen nicht an erster Stelle steht. Dank dem Nachwuchs hält das Leistungsdenken aber immer mehr Einzug.

Silber-Team: Glückliche Nachwuchsspieler (Hinten v.l.): Ivo Bossart, Christoph Borer «Ju» (Coach), Fabian Hof, Gabriel Fringeli. (Vorne v.l.): Timo Daniel (Skip), Cédric Colin. Foto: zvg
Silber-Team: Glückliche Nachwuchsspieler (Hinten v.l.): Ivo Bossart, Christoph Borer «Ju» (Coach), Fabian Hof, Gabriel Fringeli. (Vorne v.l.): Timo Daniel (Skip), Cédric Colin. Foto: zvg

Nicht von Ungefähr heisst es, dass die Zukunft eines Vereins im Nachwuchs liege. «Vor fünf Jahren», blickt Christoph Borer, Spiko-Präsident und Juniorentrainer beim CC Laufen, zurück, «hatten wir keine Junioren. Wir führten als PR-Aktion ein Schülerturnier durch und kamen so zu acht Junioren, von denen heute noch deren fünf aktiv spielen.» Im Vergleich zum Eishockey, Eiskunstlauf oder Fussball ist das natürlich eine bescheidene Anzahl, doch Curling ist eine Randsportart und ist noch immer vom Image des «Altherren-Spieles» geprägt. Curling sei kein Sport, sei langweilig und biete keine Action. Solche Antworten erhält, wer auf Pausenplätzen nach Curling fragt. Doch eine Wandlung hat stattgefunden. Zwar bestätigt Borer, dass es beim CC Laufen kein Sommertraining und auch keinen Konditionstest gebe, aber «um die gut 2 bis 2,5 Stunden eines Spieles auf bestmöglichem Niveau bestehen zu können, braucht man schon ein gewisses Mass an Kondition. Mitunter ist das Wischen eines Steines sehr intensiv, und eine gute körperliche Verfassung ist hier entsprechend hilfreich.» Dass Curling bei jungen Leuten mehr und mehr salonfähig wird, hängt auch von den tollen internationalen Resultaten vor allem der Schweizer Damenteams ab. Der zuletzt eindrückliche Auftritt der jungen Curlerinnen, die in Japan Weltmeister wurden, dürfte mehr Interessierte geben. Diese müsse man nun gewinnen.

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