Wappenfelsen überstrahlte Festgemeinde

Mit schneidiger Militärmusik, dem Besuch der Regierungsrätin Sabine Pegoraro, historischen Soldaten und einem feinen «Spatz» wurden die vor 100 Jahren gemalten Wappen im Chessiloch würdig gefeiert.

In neuem Glanz: Wappenfelsen Chessiloch. Fotos: Jürg Jeanloz

In neuem Glanz: Wappenfelsen Chessiloch. Fotos: Jürg Jeanloz

Wie vor 100 Jahren: Soldaten von «Rost & Grünspan».

Wie vor 100 Jahren: Soldaten von «Rost & Grünspan».

Sags mit Blumen: Gemeindepräsident Hans-Peter Hänni dankt Regierungsrätin Sabine Pegoraro.

Sags mit Blumen: Gemeindepräsident Hans-Peter Hänni dankt Regierungsrätin Sabine Pegoraro.

Er habe Ehrfurcht und Anerkennung vor den Soldaten, die vor 100 Jahren die beiden Eisenbahnbrücken über die Birs bei Wind und Wetter bewacht hätten, eröffnete Gemeindepräsident Hans-Peter Hänni die Chessiloch-Feier. Er sei auch ein bisschen stolz, dass Grellingen und seine Bevölkerung Sorge zu dem militärhistorischen Denkmal trage und er hoffe, dass auch die nächsten Generationen das tun werden. «Wenn ich einen solch geschichtsträchtigen Ort besuche, habe ich immer ein Kribbeln im Bauch», gestand die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro. Sie freue sich, dass sich die geistige Landesverteidigung in diesen kunstvollen Wappen wiederfände und sie danke dem Gemeinderat, dem Verschönerungsverein und der Bevölkerung von Grellingen, dass sie sich mit den aufgefrischten Wappen an den grausamen Ersten Weltkrieg würdig erinnern.

Finanzierung der Wappen

Nun war die Reihe an Gemeinderat Alex Hein, der mit vielen Helfern die Restauration begleitet und die 100-Jahr-Feier organisiert hatte.

Er bedauerte, dass das Chessiloch-Schiessen nicht mehr stattfindet, denn diese Einnahmen seien immer für das Ausbessern der Wappen verwendet worden.

Die Wappen seien übrigens gewaschen, gefestigt und nur dort übermalt worden, wo es notwendig gewesen sei. Hein dankte den Gönnern und benachbarten Gemeinden, die einen Obolus an die Erneuerung der Wappen geleistet hatten.

Musikalisches Rahmenprogramm

Zur Freude der vielen Besucher schmetterte das Militärspiel den Marsch «Gruss an Bern» in die gemütliche Runde. 35 in die Jahre gekommene Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung von Adj Uof Werner Jost hielten die Festgemeinde bei bester Laune und intonierten auch moderne Stücke wie «Men of Ohio» oder «Hilde Stomp».

«Ein echter Soldat muss leiden.»

Die in alten Uniformen angereisten Soldaten des Vereins «Rost & Grünspan» unterhielten die Anwesenden mit Reminiszenzen aus der guten alten Soldatenzeit. «Ein echter Schweizer Soldat muss leiden, sonst härtet er nie ab», kalauerte der Feldweibel. Damit meinte er die harten Stehkrägen und den umständlichen Tornister, auch «Affe» genannt. Gewehrputzzeug, Patronentasche, Gesangsprügel und Gamelle gehörten ebenfalls zur geschichtsträchtigen Ausrüstung, die viel Schmunzeln auslöste. Bei Spatz und Zwingner Wein wurden am Wappenfelsen weitere Anekdoten zum Besten gegeben.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Patrick Staub: «Die Weiden sind abgegrast, die Tiere müssen bereits aus dem Wintervorrat gefüttert werden.» Fotos: Bea Asper
Laufental15.07.2026

Zitterpartie in der Landwirtschaft

Der Mais prägt das Bild im Laufental und ist in der Landwirtschaft wichtiger Energielieferant. Sollte der Mais die Trockenheit nicht überleben, könnte dies…
In den Fussstapfen des Urgrossvaters: Iris Amacher setzt als Vergolderin eine Familientradition fort. Fotos: ROMANA VON TANA
Laufental15.07.2026

Der goldene Rahmen von Laufen

Mit der wachsenden Bekanntheit der Detektei häufen sich sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Eine davon führt Jonas Lenz in ein Laufner Rahmenatelier.…
Kümmert sich um den Planetenweg: Bruno Stähli beim Planeten Erde mit Mond. Fotos: Martin Staub
Laufental15.07.2026

Beliebter Planetenweg wird aufgefrischt

Der Planetenweg in Laufen erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies beweisen die zahlreichen rund 200-seitigen Gästebücher, welche alle voll sind von Lob und…