Wahlen plant Schulhauserweiterung
Um den Platzansprüchen der Schule gerecht zu werden, plant Wahlen einen Erweiterungsneubau. Dieser, ebenso wie der Ausbau des Spielplatzes bei der Turnhalle, wurde an der Orientierungsversammlung vom letzten Montag der Bevölkerung vorgestellt.

Dank dem Bevölkerungswachstum ist auch die Zahl der schulpflichtigen Kinder in der Gemeinde Wahlen am Steigen. Hinzukommt, dass mit HarmoS im nächsten Jahr die 6. Klasse an der Primarschule unterrichtet wird. Aus diesen Gründen wird es eng im alten Schulhaus. Die Platzverhältnisse können den geforderten pädagogischen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Ein Erweiterungsneubau ist geplant.
An der Orientierungsversammlung vom letzten Montag präsentierte der Gemeinderat und das Architekturbüro Jermann Architekten und Raumplanung AG das Projekt. «Das alte, 1922 gebaute Schulhaus soll weiterbestehen und als Identifikationsbau nicht gestört werden», erklärte Roman Scherrer vom Architekturbüro. Ein zweigeschossiges Gebäude soll Platz bringen für zwei Schulräume mit angegliedertem Gruppen- und Förderungsraum. Ein offener, gedeckter Verbindungsgang, der als Pausenhalle genützt werden kann, soll die beiden Bauten miteinander verbinden. Der Neubau bietet die Möglichkeit, bei Bedarf um einen Stock erhöht zu werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren. Da im Moment nur ein zusätzliches Schulzimmer benötigt wird, könnte nach der Erweiterung im alten Schulhaus ein Zimmer den Vereinen zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Der Aussenbereich wird in drei Zonen eingeteilt, die je nach Budget einzeln oder etappenweise realisiert werden können.
Die Kosten für den Erweiterungsneubau, den Einbau eines Lifts ins alte Schulhaus, um die Gebäude behindertenkonform zu gestalten sowie die Gestaltung des Aussenbereichs werden sich auf rund 3,5 Mio. Franken belaufen. «Die Gemeinde ist zurzeit schuldenfrei, mit der Ausführung des Projekts und dadurch, dass der Finanzausgleich ab 2016 reduziert wird, muss mit einer Prokopfverschuldung von 2800 Franken gerechnet werden», erklärte Gemeindepräsident Meinrad Probst. Es werde kein Freiraum für andere Sachen bleiben und er könne auch nicht versprechen, dass es in Zukunft zu keiner Steuererhöhung kommen wird. Doch Probst betonte, dass eine Schule im Dorf wichtig sei. Das Dorf soll attraktiv bleiben und nicht zu einer Schlafgemeinde mutieren. Eine Schulhauserweiterung sei notwendig. Eine Neugestaltung ist auch für den Spielplatz bei der Turnhalle geplant. Christian Halbeisen erläuterte, wie für rund 200000 Franken der Spielplatz mit Spielgeräten, Bepflanzung und Erhöhung des Zauns attraktiver gestaltet werden kann.
An der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember wird über den Kredit für den Erweiterungsbau mit den verschiedenen Optionen und den Ausbau des Spielplatzes entschieden.


