Von Olten nach Laufen

Die Oltner Kabarett Tage wagten zum zweiten Mal den Schritt über den Passwang und waren am Samstag mit zwei hervorragenden Komikern zu Gast in Laufen .

Verwandlungskünstler: Michael Elsener kann sich in die verschiedensten Persönlichkeiten verwandeln.  Foto: Gaby Walther
Verwandlungskünstler: Michael Elsener kann sich in die verschiedensten Persönlichkeiten verwandeln. Foto: Gaby Walther

An den 26. Oltner Kabarett Tage, welche am Samstag zu Ende gingrn, traten an neun Spielorten in Olten und zwei auswärtigen Gastspielen in Laufen und Schötz an 29 Veranstaltungen 51 Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz, Deutschland und Österreich auf.

«Die Oltner Kabarett Tage sind eine der kulturellen Leuchttürme des Kantons Solothurn und es ist schön, dass eine dieser Veranstaltungen am Juranordfuss stattfindet», meinte Heinz L. Jeker. Der Büsseracher ist seit 2007 Kuratoriumspräsident der Kulturförderung Solothurn. Er war verantwortlich, dass zum zweiten Mal Künstler im Rahmen der Oltner Kabarett Tage im «Alts Schlachthuus» in Laufen auftraten. Jeker lobte die Kultur in Solothurn und regte an, doch hin und wieder den Passwang unter die Räder zu nehmen, es würde sich lohnen. Es ist ihm aber auch wichtig, die Kultur ins Schwarzbubenland zu bringen. «Gerne würde ich auch eine Vorstellung der Solothurner Tanztage und vielleicht sogar der Filmtage nach Laufen holen», so der Architekt. Es ist ihm zwar klar, dass das nicht so einfach werden wird, doch auch bei dem Projekt Oltner Kabarett Tage in Laufen waren anfangs Widerstände zu spüren und nun zeigten sich doch Erfolge: Besuchten im letzten Jahr nur gerade 20 Leute die Veranstaltung in Laufen, waren es am letzten Samstag immerhin rund 60 Personen. Diese wurden mit hochstehendem Kabarett der Komiker Stefan Waghubinger und Michel Elsener verwöhnt. Sie traten bereits tags zuvor in Olten auf.

Der Österreicher Waghubinger sinnierte während einer Stunde über das Leben, die Folgen der Klimaerwärmung und über die Schwierigkeiten als Ehemann und Vater. Mit Binsenweisheiten erklärte er die Welt, fand es nicht so schlimm, dass es wärmer werde, nur blöd, dass wegen des steigenden Meeresspiegels dann die Tulpen nicht mehr aus Holland kommen könnten. «Wenn die Natur mit uns leben will, muss sie sich halt anpassen», erklärte er ironisch.
Genial war anschliessend Michael Elseners Auftritt. Der Verwandlungskünstler schlüpfte in die verschiedensten Rollen, liess es als Kurt Aeschbacher wärmer werden und stellte die vom Volk gewählten sieben Bundesräte vor. Erstaunlich, wie er Roger Federer imitierte, Eveline Widmer-Schlumpf, Caroline Kliby oder Mike Shiva nachahmte oder den Serben Bostich parodierte.

Ein gelungener Anlass, der vielleicht im nächsten Jahr noch mehr Besucher anzulocken vermag.

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