Von Flaschengeistern und bellenden Hunden
Letzten Montag und Dienstag war die ETH Zürich zu Gast im Regionalen Gymnasium Laufental-Thierstein. Bei den zukünftigen Studierenden sollte im Rahmen der Besuchsreihe «ETH unterwegs» die Lust an Naturwissenschaften und Technik geweckt werden.

«ETH unterwegs» besucht jedes Jahr zwischen November und April etwa zehn verschiedene Mittelschulen in der Schweiz. In den Genuss des spannenden und informativen Programms kam anfangs Woche das Gymi Laufen. Im wahrsten Sinne des Wortes einen Startschuss für die Veranstaltung bot der Eröffnungsanlass am Montag. In der Experimentalvorlesung Chemie «Feuer, Farbe, Schall und Licht» boten der ETH-Dozent Wolfram Uhlig und der Doktorand Lukas Sigrist für effektvolle Unterhaltung. Zuvor ermahnte Konrektor Christoph Keller die Schülerschaft aber, die folgenden Experimente keinesfalls nachzuahmen. Professor Uhlig eröffnete die Darbietung denn auch mit den Worten «Chemie ist das, was knallt und stinkt» und versprach damit nicht zu viel. In der folgenden guten Stunde mussten sich die Anwesenden mehr als einmal die Ohren zuhalten, durften miterleben, wie mittels Kohlendioxyd Flöte gespielt werden kann, wie sich ein Flaschengeist anhört oder was es mit einem der bekanntesten Chemieexperimente, dem bellenden Hund, auf sich hat. Auch einer echten, wenn auch sehr kleinen Gasexplosion durften die Schülerinnen und Schüler beiwohnen. Wolfram Uhlig und Lukas Sigrist hatten während der Vorführung sichtlich Spass und vermittelten der Schülerschaft, mit viel Witz, die Faszination der Naturwissenschaften.
Nach dem würdigen Auftakt am Montag hatten die Schülerinnen und Schüler der MAR-Klassen am Dienstag die Möglichkeit, sich über verschiedene Studiengänge an der ETH Zürich aber auch zu alltäglichen Fragen, wie der Wohnungssuche in der Limmatstadt, zu informieren. Rund 40 Studierende der Hochschule standen den Interessierten zu diesem Zweck Rede und Antwort. Gleichzeitig wurden über den ganzen Tag verteilt Vorträge zu verschiedenen Themen, wie die Wirkungsweise von Impfstoffen oder die Klimaveränderung, gehalten.
Mit diesem Angebot solle den Jugendlichen die Entscheidung für deren zukünftigen Berufsweg erleichtert werden, sagte Konrektor Christoph Keller. Vor allem auch jungen Männer solle die akademische Laufbahn und insbesondere die naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge schmackhaft gemacht werden, da in der Schweiz solche Fachkräfte fehlten und darum immer öfters aus dem Ausland angeheuert würden.


