Vokalensemble gibt sich urchig und weltoffen

Das Quartett Apella beehrte Brislach mit einem hochstehenden Konzert. Schwerpunkte waren zehn Gesänge für Gemischten Chor des Schweizer Komponisten Joachim Raff, ergänzt mit bekannten Schweizer Volksliedern und einem Abstecher über den Teich nach Amerika.

Das Vokalensemble Apella in Brislach: Mit Gabriela Glaus, Olivia Mariscotti, Timothy Löw und Simon Haldemann (v.l.). Foto: Martin Staub
Das Vokalensemble Apella in Brislach: Mit Gabriela Glaus, Olivia Mariscotti, Timothy Löw und Simon Haldemann (v.l.). Foto: Martin Staub

Brislach

Das Ensemble Apella konzertierte zwischen dem 22. und dem 30. Mai in Zürich, Eggiswil und in der Kirche Brislach, die am vergangenen Freitagabend gut besetzt war. Das Publikum wartete gespannt auf den Einsatz von Timothy Löw, der in Brislach aufwuchs und als professioneller Tenor eine beachtliche Laufbahn hinlegte. Immer wieder gastierte der 36-Jährige in seiner Heimatgemeinde, obschon mittlerweile seine Auftritte nebst der Schweiz auf Bühnen in ganz Europa stattfinden. Der gelernte Bäcker-Konditor feiert auch als Musical- und Opernschauspieler grosse Erfolge.

Das Vokalensemble Apella liegt Timothy Löw besonders am Herzen und das Programm «Durch und durch urchig – mit Musik von den Alpen bis nach Amerika» kam beim Brislacher Publikum sehr gut an. Gabriela Glaus, Sopran, Olivia Mariscotti, Alt, Timothy Löw, Tenor, und Simon Haldemann, Bariton, trafen in ihrem anderthalbstündigen A-cappella-Konzert den Nerv der Zuhörenden voll. Mit den Volksliedbestsellern «Lueget vo Berg und Tal», «S’isch äbe n’e Mönsch uf Ärde» oder «Vo Luzern uf Wäggis zue» belohnte das Publikum das Ensemble mit besonders kräftigem Applaus. Apella kam aber auch mit dem gesamten Cocktail an Schweizerliedern, auch solchen aus Graubünden und aus der Westschweiz, bestens an.

Das Vokalensemble setzte mit zehn romantischen Gesangskompositionen des Schweizer Komponisten Joachim Raff (1822, geboren in Lachen SZ und gestorben 1882 in Frankfurt a. M.) einen deutlichen Schwerpunkt. Diese kurzen und grösstenteils unbekannten Lieder präsentierten sich als gefällige, mit Humor gespickte Texte und eingängige Melodien. Die Besucherinnen und Besucher hatten offensichtlich Freude daran. Nach dieser bekannten und weniger bekannten heimatlichen Volksliedkunst sollte doch auch noch ein wenig gereist werden, fanden die vier Sängerinnen und Sänger. Und zwar über den grossen Teich, wo amerikanische Barbershop-Arrangements die Brücken zum Schweizer Liedgut schlossen: «Over the Rainbow» aus dem Film «The Wizard of Oz», «Blackbird» (Musik von John Lennon und Paul McCartney) sowie «Smile» (Musik: Charlie Chaplin) rundeten das unterhaltsame Programm ab. Zwei Zugaben zeigten sich verständlicherweise als unvermeidlich, die das Apella-Ensemble mit Freude zum Besten gab. «I Like Coffee and Tea» und nochmals das gefällige Arrangement von «Vo Luzern uf Wäggis zue».

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Patrick Staub: «Die Weiden sind abgegrast, die Tiere müssen bereits aus dem Wintervorrat gefüttert werden.» Fotos: Bea Asper
Laufental15.07.2026

Zitterpartie in der Landwirtschaft

Der Mais prägt das Bild im Laufental und ist in der Landwirtschaft wichtiger Energielieferant. Sollte der Mais die Trockenheit nicht überleben, könnte dies…
In den Fussstapfen des Urgrossvaters: Iris Amacher setzt als Vergolderin eine Familientradition fort. Fotos: ROMANA VON TANA
Laufental15.07.2026

Der goldene Rahmen von Laufen

Mit der wachsenden Bekanntheit der Detektei häufen sich sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Eine davon führt Jonas Lenz in ein Laufner Rahmenatelier.…
Kümmert sich um den Planetenweg: Bruno Stähli beim Planeten Erde mit Mond. Fotos: Martin Staub
Laufental15.07.2026

Beliebter Planetenweg wird aufgefrischt

Der Planetenweg in Laufen erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies beweisen die zahlreichen rund 200-seitigen Gästebücher, welche alle voll sind von Lob und…