Treffpunkt für alle Generationen

Lange Jahre war das Familienzentrum Chrättli ausschliesslich Treffpunkt für junge Familien mit Kindern. Das soll sich nun ändern. Diesen Monat wurde das Projekt ­«Mehrgenerationenhaus» lanciert.

Gemeinsam geht es schneller: Das Backen von Weihnachtsgutzi im Chrättli für alle Generationen fand grossen Anklang. Foto: Melanie Brêchet
Gemeinsam geht es schneller: Das Backen von Weihnachtsgutzi im Chrättli für alle Generationen fand grossen Anklang. Foto: Melanie Brêchet

Ein verführerischer Duft nach Frisch­gebackenem liegt in der Luft. Soeben sind die Brunsli aus dem Ofen gekommen. Emsig werden die Arbeitsflächen von zahlreichen Händen gereinigt und die Utensilien abgewaschen, um sogleich dem nächsten Gutziteig Platz zu machen — für die Spitzbuebe mit unterschiedlichen Füllungen. Im Anschluss sollen noch Mailänderli in diversen Varianten folgen.

Unter fachkundiger Anleitung der ­ausgebildeten Konditorin-Confiseurin Melanie Gubler entstanden am letzten Samstag­nachmittag zuerst einige Kilos Gutziteig und daraus diverse Weihnachts­gutzi, die von den Teilnehmenden im Anschluss nach Hause genommen werden durften. «Weihnachtsgutzi backen mit Oma und Opa» lautet der Titel des Kurses, der gerade so viele Leute ins Chrättli in Laufen lockte, wie die kleine Küche aufnehmen kann. Kinder ab sechs Jahren mit ihren Eltern, Grosseltern oder anderen Begleitpersonen durften daran teilnehmen.

Generationenübergreifende Kurse dieser Art soll es in Zukunft häufiger geben, sagt Gaby Heizmann, die zusammen mit Katja Zürcher, Lilli Kuonen und Lucie Zbinden für den Aufbau des Mehrgenerationenhauses mitverantwortlich ist. Nicht nur Eltern mit ihren Kindern sollen sich im Chrättli zukünftig treffen und an diversen Kursen teilnehmen können, sondern auch Grosseltern mit Enkel­kindern oder ganz allgemein ältere Leute mit Kindern aus der Verwandt- oder Bekanntschaft. «Es ist an der Zeit, dass auch ältere Menschen ins Chrättli kommen können — ob mit oder ohne Kinder. Es sind alle willkommen», fasst Gaby Heizmann die Idee kurz zusammen. Und weiter: «Es braucht diese Angebote und sie sind gefragt.» Geplant ist, dass solche Kurse ab Februar regelmässig stattfinden. Ideen seien vorhanden, das Kursprogramm für das nächste Jahr stehe aber noch nicht, ergänzt sie. Für das Mehrgenerationenprojekt habe man beim Kanton Mittel beantragt. Eine Antwort stehe noch aus, darum wolle man vorerst noch abwarten.

Weitere Kurse in Planung

Ein weiterer Mehrgenerationenkurs hat bereits im Oktober begonnen: Jeweils am ersten und dritten Mittwoch im Monat findet das Generationensingen statt. Von 10 bis 10.45 Uhr treffen sich Kinder von vier Monaten bis zweijährig und ihre Begleit­personen zum gemeinsamen ­Singen und Musizieren. Zusammen mit der ausgebildeten Kindergärtnerin und Spielgruppen­leiterin Evelyn Villoz werden unter anderem Lieder rund um den Jahres­kreislauf gesungen. Die Kurskosten betragen 15 Franken pro Lektion. Vorkenntnisse sind keine nötig. Aber auch Kurse, die nur für Seniorinnen und Senioren gedacht sind, soll es zukünftig geben und gibt es sogar bereits: Ebenfalls im Oktober hat das Singen für Seniorinnen und Senioren begonnen. Es findet jeweils im Anschluss an das Generationensingen statt.

Die bisherigen Angebote des Familienzentrums Chrättli bleiben natürlich auch zukünftig bestehen: Krabbelgruppe, Hüte­dienst, Kindergeburtstage oder auch der Chrättli-Träff finden immer noch in gewohnter Regelmässigkeit statt. Und auch Kurse für Kinder und Erwachsene (neue Kurse werden Ende Januar aufgeschaltet) sollen das Angebot weiterhin komplettieren.

www.chraettli.ch

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