SVP luchst CVP einen Sitz ab

Die Stadtratswahlen in Laufen ergaben für CVP, SP und FDP je zwei Sitze und für die SVP einen Sitz. Die BDP ging leer aus, hatte aber zusammen mit der SVP die beiden etablierten Parteien CVP und FDP geschwächt.

Mit Alexander Imhof (866) und Patrik Stähli (566) ziehen ein bisheriger und ein neuer CVP-Mann in den Stadtrat. Foto: Jürg Jeanloz
Mit Alexander Imhof (866) und Patrik Stähli (566) ziehen ein bisheriger und ein neuer CVP-Mann in den Stadtrat. Foto: Jürg Jeanloz

Obschon die Wahlbeteiligung an den Stadtratswahlen 2012 mit 42,5 Prozent eher am unteren Limit lag, gab es in Laufen doch einige Überraschungen. Mit Thomas Hofer (334 Stimmen) zieht zum ersten Mal die SVP in den Stadtrat ein. «Ich will eine konstruktive und zukunftsweisende Zusammenarbeit mit den anderen Parteien», sagte der neu gewählte Stadtrat. Die SVP Laufen werde keine aggressive, dafür eine konsequente Politik betreiben. Mit 11 Prozent Wähleranteil liegt aber die SVP noch wesentlich unter den drei anderen Parteien.

Die CVP verlor ihren dritten Sitz mit einem Wähleranteil von 32,2 Prozent, was sie natürlich schmerzt und bedauert. Sie hatte aber auch ausserordentliches Proporzpech, denn in der Proporzverteilung lag sie nur 28 Stimmen hinter der SVP. Mit Alexander Imhof (866) und Patrik Stähli (566) ziehen ein bisheriger und ein neuer CVP-Mann in den Stadtrat. Es war sicherlich auch ein Nachteil, dass mit Brigitte Bos und Walther Bucher zwei Bisherige nicht mehr antraten. «Die Enttäuschung ist gross, wir hatten eine gute und komplette Liste», meinte Parteipräsidentin Anja Suter. Alexander Imhof, der für das Stadtpräsidium kandidiert, war zuversichtlich, dass der neue Stadtrat Laufen auf Vordermann bringt und die CVP in vier Jahren den dritten Sitz wieder zurückerobert. «Wir verfolgen eine klar bürgerliche Politik», war sein Credo.
Im absoluten Hoch war natürlich die SP, die die Bisherigen Linard Candreia (907) und Sabine Asprion (730) komfortabel in den Stadtrat brachten. Candreia erzielte mit 907 Stimmen sogar das beste Resultat der 20 Kandidatinnen und Kandidaten. «Unsere gute Sachpolitik wurde honoriert», stellten beide zufrieden fest. Sie möchten auch zur Kontinuität der bisherigen Politik beitragen. Laufen entwickle sich gut, das Stedtli müsse noch attraktiver werden.

«Wir sind mit drei gut qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten angetreten», erklärte die gewählte FDP-Kandidatin Juliana Nufer (652). Ihre bisherige und auch gewählte Kollegin Lilly Kuonen erzielte 654 Stimmen. Roland Mamie, Parteipräsident der FDP Laufen, kam auf gute 515 Stimmen. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass punkto Wähleranteile die SP mit 25,9 Prozent die FDP mit 23,9 Prozent in Laufen überholt hat. 2008 hatte die FDP noch 33,6 Prozent, die SP 24,3 Prozent. Trotzdem ist Nufer zufrieden und möchte die ewigen Querelen zwischen CVP und FDP durch eine positive Informationspolitik vermeiden. «Ich bin froh, dass die Affäre Studer uns nicht geschadet hat», meinte Ex-Stadtpräsident und EBL-Direktor Urs Steiner.
Nicht ganz zufrieden war die BDP, die mit ihren beiden Kandidaten zusammen nur 694 Stimmen oder 7 Prozent Wähleranteil erzielten. «Wir bleiben dran und betreiben weiterhin eine anständige und konstruktive Parteipolitik», lautete die Zukunftsperspektive von Ernst Horn, Parteipräsident der Sektion BDP Laufental.

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