Stützpunktfeuerwehr zeigt ihr Können
Alle Jahre wieder lädt die Stützpunktfeuerwehr Laufental die Bevölkerung zur Hauptübung ein. Dies-mal war Röschenz an der Reihe. Ohne Feuer zwar, dafür mit drei spektakulären Rettungsaktionen.
Röschenz
Ein PW in Seitenlage. Der Fahrer noch angegurtet im Fahrzeug. Er ist ansprechbar. Es geht um eine Personenrettung bei einem Unfall, wie Sergio Haymoz erklärt. Der Vizekommandant ist heute Moderator an der Hauptübung, die bei prächtigem Spätsommerwetter rund um die Schulanlage Fluh in Rö-schenz über die Bühne geht.
Martinshörner und Blaulichter kündigen die Ankunft von mehreren Rettungsfahrzeugen an. Die Feuerwehrleute sind schnell vor Ort, machen sich ein Bild von der Situation und beraten kurz, bevor sie entscheiden, was zu tun ist. «Trotz Zeitdruck ist es wichtig, Ruhe zu bewahren», erklärt Wachtmeister Stefan Finckh. Umgehend sind die Leute an der Arbeit, jeder in seiner Funktion: Brandschutz, Betreuung, Sicherheitsbeauftragter, Einsatzleiter ... Man entscheidet sich für das Entfernen des Daches und das Heraustrennen der Frontscheibe. Es klappt, mit nur geringer Zeitverzögerung, tadellos. Der verletzte Fahrer kann der Sanität übergeben werden. Moderator Sergio Haymoz erklärt jeden Schritt genau, was die Aktion für das Publikum besonders spannend macht.
Das Hubrettungsfahrzeug im Einsatz
Die zweite Aktion der Hauptübung vom letzten Samstag war eine Rettung eines Verletzten vom Schulhausdach. Hier kam das Hubrettungsfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Laufen zum Einsatz. «Unser teuerstes Fahrzeug», wie Stefan Finckh informierte. Auch hier waren dafür ausgebildete Feuerwehrleute im Einsatz und meisterten ihre Aufgabe perfekt. Für die Zuschauenden war es spektakulär, den Einsatz des bis zu 30 Meter hohen Hubrettungsfahrzeugs zu verfolgen.
Jugendfeuerwehr im Einsatz
Und schliesslich kam noch die Jugendfeuerwehr zum Einsatz. Sie demonstrierte eine Rettung eines von einem PW eingeklemmten Opfers. Es galt, unter grösster Vorsicht das Fahrzeug mithilfe von aufblasbaren Elementen zu heben, um den Verletzten zu befreien.
Nach einer angemessenen Trinkpause konnten die Besucherinnen und Besucher noch interessante Informationen zur Hauptübung und zur Stützpunktfeuerwehr Laufental durch Kommandant Martin Forster erfahren, bevor die Hauptübung 2026 mit Apéro, Nachtessen und Unterhaltung zu Ende ging.
Die Stützpunktfeuerwehr Laufental
dust. Die Stützpunktfeuerwehr Laufental besteht zurzeit aus 81 aktiven Mitgliedern (davon acht Frauen) aus acht Gemeinden (Blauen, Dittingen, Laufen, Nenzlingen, Roggenburg, Röschenz, Wahlen, Zwingen). «Etwas mehr Frauen wären wünschenswert», wie Stabschefin Rahel Bohrer erklärt. Zwanzig Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren nehmen im Jahr an rund zehn Übungen teil und bilden die Jugendfeuerwehr. Ein normales Feuerwehrmitglied ohne Sonderfunktion wird mit durchschnittlich einer Übung pro Monat beansprucht. Rund 110 Einsätze pro Jahr sind für die Stützpunktfeuerwehr Laufental normal.






