Stücke von Tschechow und Frisch unter neuer Regie

Die Aufführungen der Theatergruppe Blauen haben nicht nur Tradition, sie sind auch legendär. Jeweils im Frühjahr, wenn die Theatersaison der meisten andern Vereine längst vorbei ist, bittet Blauen in seine Mehrzweckhalle und hofft auf den gewohnten Zuschaueransturm.

Bereit für spannende Theaterabende: Die Theatergruppe Blauen, unter andern mit (v.l.) Markus Neuenschwander, Theres Wiggenhauser, Pia Cueni, Bruno Frossard und Géraldine Köbberich. Fotos: Martin Staub

Bereit für spannende Theaterabende: Die Theatergruppe Blauen, unter andern mit (v.l.) Markus Neuenschwander, Theres Wiggenhauser, Pia Cueni, Bruno Frossard und Géraldine Köbberich. Fotos: Martin Staub

Szene aus dem ersten Akt: Popówa und Smirnóff beim Schiesstraining.

Szene aus dem ersten Akt: Popówa und Smirnóff beim Schiesstraining.

Theater gespielt wird auch dieses Jahr. Obschon diesmal alles anders ist. «Verliebt – Verlobt – Verheiratet», so der Titel der diesjährigen Aufführung, ist eine Trilogie und erzählt drei verschiedene Geschichten, welche aber treffend zum Titel passen und insgesamt eine Einheit bilden. Schuld an diesem «Pilotprojekt» dürfte der neue Regisseur sein. Der Theatergruppe Blauen ist es gelungen, Georges H.Wolf als Regisseur ins Theater-Boot zu holen. Der in Dittingen wohnhafte Wolf ist als Veranstaltungstechniker, Bühnenbildner und Regisseur in diversen bekannten Theaterhäusern der Region Basel ein erfahrener Profi und für das Blauner Theater sicher ein Glücksfall. Georges H. Wolf hat als Vorlage zwei Einakter des Russen Anton Tschechow – «Dr Bär» und «Dr Hürots-atrag» – sowie «Die grosse Wut des Philipp Hotz», einen Schwank von Max Frisch, zu einem abendfüllenden Theaterabend verarbeitet, der Spannung und Vergnügen verbreiten wird.

Im ersten Akt, «Verliebt», wird die schöne Witwe und Gutsherrin Popówa (Pia Cueni) dem grobschlächtigen Gläubiger Smirnóff (Bruno Frosshard) die Augen verdrehen. Weiter geht es im zweiten Akt, «Verlobt», mit dem Heiratsantrag von Lomow (Markus Neuenschwander), der bei seinem Gutsnachbarn Tschubukow (Bruno Frosshard) um die Hand von Tochter Natalia (Géraldine Köbberich) anhält. Mit dem dritten Akt, «Verheiratet», in welchem der intellektuelle Philipp Hotz (Markus Neuenschwander) sich von seiner Frau scheiden lassen will, endet dieser interessante und vergnügliche Theaterabend.

Regisseur Georges H.Wolf ist von seinen Leuten begeistert. «Es ist erstaunlich, was diese Amateure, die ja alle einer täglichen Arbeit nachgehen, in dieser kurzen Probezeit zustande bringen», sagt er. Tatsächlich habe man erst nach Weihnachten mit dem Einstudieren begonnen und bis zur Premiere habe man weniger als 30 Proben auf dem Konto, bestätigt Kirsten Spethmann, Präsidentin der Theatergruppe Blauen.

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