Stricken ist im Trend

Gestrickte Buschi-Finkli, Decken und Amadiesli sind wieder hoch im Kurs. Der Frauen- und Mütterverein lud deshalb zum Tag des offenen Strickens ins Pfarreiheim Riederwald ein und war vom Besuch der Damenwelt überwältigt.

Gemütliche Runde: Tag des offenen Strickens im Pfarreiheim Riederwald.   Foto: Jürg Jeanloz
Gemütliche Runde: Tag des offenen Strickens im Pfarreiheim Riederwald. Foto: Jürg Jeanloz

Das Strickkränzli Liesberg ist eine Institution, die nicht wegzudenken ist. Seit 60 Jahren treffen sich zwei Dutzend Frauen im Pfarreiheim Riederwald und stricken Socken, Kissen oder sogar Halter für WC-Rollen.
Keinem Kleidungsstück können sie widerstehen, kein Haushaltgerät ist vor ihnen sicher, liebevoll mit Strickereien eingefasst zu werden. «Wir treffen uns zwei Mal im Monat und stricken, was das Zeug hält», erklärt die Chefstrickerin Cornelia Borer.

Am vergangenen Donnerstag luden sie und ihre Mitstreiterinnen deshalb zum Tag des offenen Strickens ein. Wolle in allen Farben und Grössen, Strickheftli und Muster lagen bereit, um sich inspirieren zu lassen. Schon bald sassen 40 Damen an einem langen Tisch und hantierten emsig mit Nadel und Wolle. Geselliges Beieinandersein war aber den Organisatorinnen ebenso wichtig, weshalb Kaffee und Kuchen bereitstanden, um die guten Geister wachzuhalten. Es wurde eifrig fachgesimpelt und besondere Stücke wie wollene Tiere, pfiffige Mützen oder praktische Etuis für das Handy oder Taschentücher wurden herumgereicht.

Wollspenden erwünscht
«Die Wolle wird uns meistens gespendet und die gestrickten Sachen verschenken wir ans Antoniushaus in Solothurn oder an die Peter und Paul Stiftung in Ettingen», erklärt Borer. Die gestrickten Kleider hätten sogar die arme Bevölkerung in Kasachstan erreicht.

Und wer im Frauen- und Mütterverein Liesberg das 65. Altersjahr bewältigt, wird mit einer warmen Wolldecke beschenkt! Um die Unkosten zu decken, kann man auch einen Schal für zwanzig oder Buschi-Finkli für acht Franken kaufen.
Strickliesel vorhanden, aber ungenutzt

Nur die Männer fehlten in der fröhlichen Runde und selbst der afrikanische Pfarrer Abbé Justin musste bei einem Besuch offen gestehen, dass er nicht stricken könne. «Wir hätten es ihm gerne beigebracht, aber er ist aus Angst nicht mehr gekommen», flachste Borer. Eine Strickliesel wäre auf jeden Fall bereit gelegen! Und noch einen Tipp: Wer einen echten FCB-Schal begehrt, braucht nur die Wolle zu bringen und erhält gegen ein bescheidenes Entgelt einen rot-blauen Halswärmer für die geschundene Kehle.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Im Hintergrund geht es vorwärts: Das Bewilligungsverfahren für den geplanten Pavillon beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus läuft. Im besten Fall soll im Sommer 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bild: zVg
Laufental07.10.2026

Der Pavillonanbau ist nach Verzögerungen wieder auf Kurs

Seit dem Ja zur Verlegung der Naubrücke ist die entscheidende Hürde für den Bau des Pavillons beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus beseitigt. Seither ist es…
Friseursalon auf dem Dachboden: Christopher Spain verpasst seinem Freund Benjamin Aemisegger einen neuen Haarschnitt. Foto: Mark Riklin
Laufental07.10.2026

Der Barber von Blauen

Lenz’ Frisur ist überfällig. Sie spriesst in alle Richtungen, dort, wo noch ein Restbestand an Haaren übrig ist. Im Laufental erhält er einen Insider-Tipp: In…
Hervorragende Qualität: Die Riesling-Sylvaner-Trauben versprechen einen guten Jahrgang. Foto: Simon Jermann
Laufental07.10.2026

Grosse Vorfreude auf den neuen Jahrgang

Der Rekordsommer 2026 mit Hitze, Trockenheit und einer ungewöhnlich frühen Reife beschert den Winzerinnen und Winzern im Laufental, Thierstein und…