Stedtli fit trimmen

An der Einwohnerversammlung vom 8. Dezember soll der Souverän von Laufen über 1,92 Mio. Franken für das Stadtentwicklungsprogramm (STEP) abstimmen. Die Ausgaben werden auf die nächsten fünf Jahre verteilt.

Aufzuwerten: Das Laufner Stedtli.
Aufzuwerten: Das Laufner Stedtli.

Laufen liegt in einem phantastischen Naherholungsgebiet und ist durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Diese Vorzüge bewogen den Stadtrat, Laufen als attraktives Wohngebiet zu fördern, mit dem Ziel, neue Steuerzahler anzuziehen. Seit einem Jahr arbeiten der Stadtrat, ein Planungsbüro und 90 freiwillige Einwohnerinnen und Einwohner an einem Stadtentwicklungsprogramm (STEP), welches das «charmante Stedtli» weiterbringt. Das Umsetzungsprogramm für die Jahre 2012 bis 2016 ist festgelegt, die Kosten belaufen sich auf 1,92 Mio. Franken.
An der Einwohnerversammlung vom 8. Dezember 2011 müssen das Vorhaben und der Rahmenkredit dazu bewilligt werden.
Der grosse Brocken ist der Bahnhof, der verkehrsmässig unter schwierigen Bedingungen leidet und für die Gäste keine gute Visitenkarte abgibt. 220 000 Franken werden für einen neuen Busbahnhof mit Anpassungsarbeiten ausgegeben. Auf einen Ortsbus verzichtet der Stadtrat, da die jährlichen Kosten von 270 000 Franken nicht zu verantworten sind. 300 000 Franken wird ins Gebiet Nau investiert. Das Steiner-Areal muss dahin entwickelt werden, dass es Mehrfamilienhäuser, Parkplätze und Freiflächen aufnehmen kann. Für einen neuen Birspark mit Natur- und Freizeiträumen sind weitere 50  000 Franken vorgesehen. Selbstverständlich ist dem Hochwasserschutz höchste Priorität einzuräumen.
Zentrales Anliegen ist die Planung der Altstadt in Bezug auf Wohnraum und Ladengeschäfte. Das Wohnen im Stedtli ist äusserst attraktiv und soll gefördert werden. Um Festanlässe im Stedtli durchführen zu können, wird ein Reglement, das die Anwohner vor übermässigen Immissionen schützt, ausgearbeitet. Die Viehmarktgasse fristet ein Mauerblümchendasein und soll mit einem neuen Leitbild und diversen Massnahmen aufgewertet werden. In der Vorstadt drängen sich vor allem verkehrstechnische Massnahmen auf. Zusätzlich zum Stedtli wird in ausgewählten Quartieren der Langsamverkehr eingeführt. Privaten Investoren soll der Bau von neuen Wohnungen erleichtert werden, indem die Vorschriften entsprechend angepasst werden.
In einem zweiten Umsetzungsprogramm werden später die Kantonsstrassen auf Stadtgebiet aufgewertet sowie zwei neue Fussgänger- und Velobrücken über die Birs erstellt. Federführend für das ganze Projekt ist Stadtrat Alexander Imhof, der den ansässigen Politikern dringend empfiehlt, für die Umfahrung Laufen-Zwingen und für den Doppelspurausbau der SBB massives Lobbying zu betreiben.

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