Staus auf Strassen schaden
Am Neujahrsapéro der Bieli Transport AG stellte Geschäftsleiter Urs Bieli sein Unternehmen vor und Gastreferent Andreas Burgener sprach über Ursachen und Auswirkungen der Staus auf Schweizer Strassen.

Heute sei er ausnahmsweise gut aufgelegt, flachste Gastreferent Andreas Burgener vom Verband Auto-Schweiz. Er habe die Strecke Bellach-Laufen ohne Stau meistern können, was eine halbe Stunde später nicht mehr möglich gewesen wäre. 16 000 Staustunden verbringen die Menschen jährlich auf den Schweizer Strassen, Tendenz stark steigend! Ein Drittel betreffen Unfälle und Baustellen, zwei Drittel rühren von ungenügenden Infrastrukturen her.
«Jährlich wächst die Schweiz um 70 000 Personen, was einer Zunahme der Stadt St. Gallen entspricht», fuhr Burgener weiter. Diese Menschen, die vorwiegend hier arbeiten, hätten auch Ansprüche an die Mobilität. Vier Millionen Schweizer Fahrzeuge und diejenigen der Ausländer tummeln sich auf den Strassen und verstopfen sukzessiv unser ganzes Netz. «Die Strassen befinden sich in einem kritischen Zustand», rief Burgener den 150 Gästen zu. Bis 2030 seien Investitionen von 60 Milliarden nötig. Ausgerechnet jetzt soll mit der VCS-Initiative die Strassenkasse geplündert werden, indem der öffentliche Verkehr mehr und die Strasse weniger von diesem Topf erhält. Damit seien noch mehr Staustunden und gewaltig mehr CO2-Ausstoss durch längere Transportzeiten vorprogrammiert. Innovative Lösungen seien gefragt, wie die unterirdische Schwebebahn Swissmetro, doppelstöckige Autobahnen und Transitnetze mit minimalen Auf- und Abfahrten.
Mit Vignette Umfahrung finanzieren
Auf den kritisierten Hinweis, dass die Autobahnvignette auf 70, eventuell sogar 100 Franken, erhöht werde, entgegnete Adrian Schmidlin aus dem Plenum, dass das Laufental ein vitales Interesse an dieser Erhöhung habe, damit die H18 endlich vom Bund übernommen und mit den entsprechenden Umfahrungen saniert werde.
Wie Urs Bieli ausführte, ist seine Firma auch von den allgemeinen Verkehrsproblemen betroffen. Für Treibstoff muss sie jährlich 700 000 und für die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe 650 000 Franken berappen. Mit 43 Mitarbeitern führt sie Flüssig-, Güter- und Muldentransporte, Kranarbeiten, Kanal- und Strassenreinigungen und vieles mehr zur Zufriedenheit der Kunden durch. Bereits zum 16. Mal findet der Neujahrsapéro statt, um Kunden, Gemeindeangestellten und Politikern einmal im Jahr die Möglichkeit zu geben, sich zu treffen und auszutauschen. «Fühlen Sie sich einfach wohl und geniessen Sie den Abend», empfahl er der illustren Gästeschar vor dem Stau am kalten Buffet.


