Stationäre Therapie gegen Schmerzen

Die neu eröffnete Klinik für Schmerztherapie wird ein wichtiges Standbein des Kantonsspitals Baselland.

Ein starkes Team: (v. l.) Michael Rolaz, Geschäftsleiter Kantonsspital Laufen, Erika Hamann, Schmerztherapeutin, Thomas Blaettner, Chefarzt und Leiter Klinik für Schmerztherapie, Stefan Steiner, Schmerztherapeut, Cetin Güner, Psychiater, Karin Ham
Ein starkes Team: (v. l.) Michael Rolaz, Geschäftsleiter Kantonsspital Laufen, Erika Hamann, Schmerztherapeutin, Thomas Blaettner, Chefarzt und Leiter Klinik für Schmerztherapie, Stefan Steiner, Schmerztherapeut, Cetin Güner, Psychiater, Karin Hamrouni, Physiotherapeutin, Dieter Völlmin, Verwaltungsratspräsident Kantonsspital Baselland. Foto: Martin Staub

Rund eine Million erwachsener Menschen leiden laut Statistiken in der Schweiz an chronischen Schmerzen. Das sind 16 Prozent der Bevölkerung. «Eine ernst zu nehmende Patientengruppe», wie Thomas Blaettner, Leiter der Klinik für Schmerztherapie, sagt. «Und eine schwierige dazu, denn diese Menschen leiden auch nach medizinischen Massnahmen und Behandlungen weiter an starken bis sehr starken Schmerzen.»

Am letzten Montag stellte Dieter Völlmin, Verwaltungsratspräsident Kantonsspital Baselland, die neue Klinik für Schmerztherapie vor. Mit von der Partie waren an der offiziellen Eröffnungsfeier Landräte, Gemeindepräsidenten, Hausärzte und Presse. Und Thomas Weber, der hier an seinem ersten Arbeitstag den Einstand als Regierungsrat und Gesundheitsminister gab. «Ein Tag, der mir ganz sicher in Erinnerung bleiben wird», erklärte der prominente Oberbaselbieter, der es sich nicht nehmen liess, seine Verbundenheit zum Laufental als Sohn einer ehemaligen Geschäftsführerin der EGK zu platzieren.
Die neue Klinik, die innerhalb einiger Monate architektonisch renoviert und optimiert wurde, bietet nun Schmerzpatienten aus der Region und überregional Zimmer, Behandlungs- und Therapieräume für den stationären Aufenthalt. Die alten Bettenstationen und Räume im Südtrakt wurden wohlfühlmässig saniert und eingerichtet. «Rund drei Wochen dauert das Standardprogramm, bei welchem der Patient oder die Patientin in Gruppen von maximal acht Leuten 75 Therapieeinheiten durchläuft», informierte Chefarzt Blaettner. Der Unterschied zur herkömmlichen Behandlung, in welcher der Patient passiv bleibt, liegt laut Joachim Küchenhoff in der Umkehrung des Prinzips: «Die Betroffenen lernen, mit dem Schmerz aktiv umzugehen und befähigen sich so, diesen in den Griff zu bekommen», erklärte der Chefarzt Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Baselland. Garantie für eine erfolgreiche Therapie könne allerdings niemand geben. «Aber die guten Erfahrungen – vor allem im Nachbarland Deutschland – sind vielversprechend», sagte Thomas Blaettner.

Besonders zufrieden zeigte sich Michael Rolaz, seit diesem Jahr Geschäftsleiter des Standorts Laufen. Für ihn ist die Entscheidung des Verwaltungsrates, in Laufen dieses Kompetenzzentrum für Schmerztherapie einzurichten, optimal. «Ein Bekenntnis zum Standort Laufen», erklärte er, «nicht weil der Laufentalvertrag eingehalten werden muss, sondern weil wir eine gute Lösung für das ganze Gesundheitssystem im Kanton wollen», unterstrich Rolaz.
Auf eines legt der Direktor des Kantonsspitals Laufen besonderen Wert. Darauf nämlich, dass das Kantonsspital Laufen nebst der neuen Klinik wie bisher weitergeführt wird: «Laufen behält ein kleines, aber feines Spital».
Am kommenden Samstag ist die Bevölkerung eingeladen, einen Einblick in die neue Klinik zu gewinnen. Von 11.30 bis 14.30 Uhr finden diverse Präsentationen statt.

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