Spiel mit den Farben

Daniel Gaemperle zeigt im Kulturforum Laufen neue Bilder, die er in Südfrankreich geschaffen hat. Farben und Formen zeichnen sich durch eine aparte Ausdrucksweise aus.

Daniel Gaemperle: Der Künstler vor seinen Gemälden. Foto: Jürg Jeanloz
Daniel Gaemperle: Der Künstler vor seinen Gemälden. Foto: Jürg Jeanloz

Sein Motto «Une fleur dans la barbe» verrät den Weltenbummler und Freigeist Daniel Gaemperle. Hinter dem Motto verstecke sich ein alter Hippie, schmunzelt der bärtige Künstler. Seit 41 Jahren stellt Gaemperle seine Werke, bestehend aus Wandbildern, Glasmalereien, Druckgrafiken, Collagen und vielem mehr, aus. «Ich bin eine Malsau», zitiert er sich gleich selbst. In Südfrankreich liess er sich inspirieren und brachte eine stattliche Anzahl von Wandgemälden mit, die im Kulturforum Laufen zu bewundern sind. Seine Bilder erklären sich selbst, er hat ihnen keine Namen gegeben. Im Gegenteil, er fordert den Betrachter auf, einfach hinzuschauen und die Werke auf sich wirken zu lassen. Er sei ein politischer Mensch, sozial und links angesiedelt, er drücke das in seinen Bildern aus. Es ist ihm auch ein Anliegen, sich mit seinen Künstlerkollegen zu solidarisieren.

Daniel Gaemperle spielt mit Farben und Formen. Pastellfarben im Hintergrund, kräftige Linien und Flecken in satten Farben wechseln sich fleissig ab. Gesichter werden angedeutet, bei einigen Gemälden rinnt die Farbe in feinen Fäden zur Bildunterkante. Er arbeitet mit starken Kontrasten. Die Bilder sind aufregend, eindrucksvoll und einzigartig. Im hellen Kulturforum mit seinen weissen Wänden und den Holzbalken erhalten sie eine auffällige Präsenz.

«Daniel redet nicht gern über seine Bilder», räumt Andreas Malzach ein, Verantwortlicher für das Kulturforum Laufen. Am liebsten würde er seine Bilder in einer alten Fabrikhalle ausstellen und ohne Vernissage auskommen. Er sei sechzig Jahre alt und habe in seiner reichen Künstlerlaufbahn viel ausprobiert und erreicht. In öffentlichen Gebäuden und Firmen hat er seine künstlerischen Fussabdrücke hinterlassen. 2014 sei er sogar Kulturpreisträger für Malerei des Kantons Solothurn geworden, das ehre ihn besonders.

Der freischaffende Künstler ist weitgereist. Soeben ist er von St.Petersburg zurückgekehrt und nach der Vernissage fliegt er nach Holland. Er stellt im Ausland aus, besucht Museen und trifft sich mit anderen Künstlern. Andere Kulturen und Erlebnisse setzt er gerne in seinen Werken um.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Der Künstler und sein tierisches Werk: Henk Blokland in der Galerie Alts Schlachthuus. Foto: Martin Staub
Laufental28.01.2026

Vom Abstrakten zum Tierischen

Eine lange Reise der abstrakten Malerei hat Henk Blokland in seinem Leben hingelegt. Ans gewünschte Ziel führte das nicht. Immer wieder überarbeitete der…
Vor dem ehemaligen Spitalgebäude: Landrätin Margareta Bringold setzt sich für eine Zwischennutzung ein. Foto: Gaby Walther
Laufental28.01.2026

Lässt sich der Kanton Mieteinnahmen in Millionenhöhe entgehen?

Das Alters- und Pflegeheim Wollmatt braucht infolge Sanierung seines Gebäudes in Dornach ab 2027 für 20 Monate ein Dach über dem Kopf und möchte das alte…
In der Plakettenwerkstatt: Thea Hübscher (l.) und Manuela Pflugi verwandeln bereits seit fast 20 Jahren die Laufner Fasnachtsplakette in kleine Kunstwerke. Foto: zvg
Laufental28.01.2026

«Wir sind nicht heikel — aber bei den Plaketten schon»

Seit fast 20 Jahren entstehen im Hause Hübscher-Pflugi immer zur gleichen Zeit im Jahr kleine Kunstwerke: Manuela Pflugi und ihre Tochter Thea Hübscher bemalen…