Sozialdienst im Clinch
Der Austritt Laufens aus dem Zweckverband Sozialdienste Laufental wurde an einem Podiumsabend von Befürwortern und Gegnern engagiert diskutiert. Die Fronten blieben verhärtet, die angegebenen Zahlen diffus.

Seit Jahren wird in den Laufentaler Gemeinden um eine effiziente und vernünftige Abwicklung der Sozialhilfe gerungen. Die Strukturen des Zweckverbands werden von allen Beteiligten als schwerfällig bezeichnet, das Kompetenzgerangel ist unsäglich. Der Stadtrat von Laufen hatte der endlosen Tragödie ein Ende gesetzt und an der Einwohnerversammlung vom 9.12.2010 den Austritt aus dem Zweckverband Sozialdienste Laufental (SDL) traktandiert und durchgesetzt. Gegen den Beschluss hatte ein überparteiliches Komitee das Referendum mit 543 Unterschriften ergriffen. Am 23.10.2011 soll über den Austritt nochmals an der Urne entschieden werden.
Provokant wandte sich der Diskussionsleiter Kurt Tschan an Stadtpräsidentin Brigitte Bos: «Mit dem Referendum hat die Stadt Laufen ein Jahr verloren und somit auch 125 000 Franken, die sie jährlich einsparen würde.» Es gehe ihr nicht nur ums Geld, sondern um eine Verbesserung der Abläufe, antwortete Bos. Allerdings würde der Austritt aus dem SDL leider erst per 31.12.2013 wirksam.
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