Sing dein Lied

Am Wochenende empfing der Jodlerklub Bärgbrünneli Jodler, Treichler und Alphornbläser zur traditionellen Bärgweid-Chilbi in Liesberg. Die vielen Gäste liessen sich musikalisch und kulinarisch verwöhnen.

Messe auf der Bärgweid: Abbé Justin mit Jodlerklub Bärgbrünneli Liesberg.
Messe auf der Bärgweid: Abbé Justin mit Jodlerklub Bärgbrünneli Liesberg.

Das Emmental ist das Mekka der schweizerischen Volksmusikszene, weshalb es nahe lag, gleich zwei Jodlerklubs aus dieser idyllischen Region auf die Bärgweid zu bitten. Die Gastgeber aus Liesberg mussten es nicht bereuen: Zwischen den beiden 500-jährigen Eichen besang das Jodlerchörli Weier die Bergarve, die ebenso stark und mächtig unsere Bergwelt beherrscht. Chrumm und knorrig sei sie geworden, aber gesund bis ins tiefste Mark.
Das Aemmitalerchörli Burgdorf legte noch eine Schippe drauf und liess den Jodlerbueb folgen. Kalt lief es den Gästen den Rücken ab, als die beiden älteren Solisten zum Jodel ansetzten. Herrlich rein und klar tönte es über die Liesberger Weid, man hätte eine Nadel fallen hören, so aufmerksam und fasziniert hörten die Gäste zu. Keine Frage, die Burgdorfer sangen sich in die Herzen der Zuhörer. «Das cha nur Liebi si», war eine wunderbare musikalische Erwiderung auf die Begeisterung des Publikums und gleichzeitig ein weiterer Volltreffer.
Am Sonntagmorgen zelebrierte Abbé Justin den traditionellen Feldgottesdienst, umrahmt von besinnlichen Liedern des JK Bärgbrünneli. Während grosse Wolken über den geschmückten Festplatz zogen, besangen die Bärgbrünneler das herrliche Erlebnis einer Bergwanderung und schlossen mit dem wunderbaren Lied «Mir bitte ume Säge». Abbé Justin forderte die vielen Gottesdienstbesucher auf, den schönen Tag zu geniessen. Das taten sie denn auch und liessen sich Raclettes und Steaks schmecken. Dazu spielte der Musikverein Kleinlützel unter Jenny Tauder schmissige Märsche und Polkas und brachte die Gäste an diesem warmen Sommermorgen in beste Festlaune.
In Gottes Natur mit fantastischer Aussicht auf die Jurazüge durften Alphornklänge nicht fehlen. Das Alphornquartett Riehen zauberte mit seinen feinen Tönen Tradition und Nostalgie in die Festgemeinde. Weitherum erschallten ihre Choräle und vermischten sich mit dem Herdengeläut der Kühe. Auf der Bühne liessen sie gleichzeitig zu ihrer Melodie einen Taler im Milchbecken kreisen und zwei Holzlöffel aufeinander schlagen.
Zwischen allen Einlagen spielte das Schwyzerörgeliquartett Baumgärtli und lockte mit seinem reichen Repertoire Tanzpärchen auf die Bühne.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Verheerend: Das Wohnhaus der Familie Odermatt ist vollständig abgebrannt.  Foto: Polizei Basel-Landschaft
Laufental14.10.2026

Beispiellose Solidaritätswelle

Nach dem verheerenden Brand eines Wohnhauses in Liesberg steht Familie Odermatt vor dem Nichts. Eine Spendenaktion löst nun weit über die Region hinaus grosse…
Gut genutzt: Die Sammelstelle für invasive Neophyten steht seit Ende August bei der Jost AG kostenlos zur Verfügung.  Foto: zVg
Laufental14.10.2026

Neophyten-Sammelstelle stösst auf Anklang

Wohin mit ausgerissenen Neophyten? Seit Ende August steht in Laufen eine kostenlose Sammelstelle für invasive Pflanzen zur Verfügung. Sie soll helfen, deren…
In der Werkstatt des Cellobauers: Die Decke eines alten italienischen Cellos wartet auf die Restauration. Foto: MARK RIKLIN
Laufental14.10.2026

Der Geigenbaumeister von Dittingen

In Dittingen trifft Jonas Lenz auf einen Geigenbauer, der mit 20 Jahren zum ersten Mal ein klassisches Live-Konzert erlebt. Was danach geschieht, ist die…