Sie rennen wieder

Am diesjährigen Lauffestival in Laufen begaben sich 488 Sportler an den Start. Die Organisation klappte einwandfrei.

Piccolo: Start der Kleinsten.  Foto: Jürg Jeanloz
Piccolo: Start der Kleinsten. Foto: Jürg Jeanloz

Die Kulisse hätte nicht besser sein können: Das Stedtli Laufen war mit den Gemeindewappen beflaggt, auf den Fenstersimsen blühten Geranien und zwischen den Gassen tummelten sich Hunderte von Laufbegeisterten und Gästen. Aus den Lautsprechern, die überall aufgehängt waren, dudelte der Babysitter-Boogie und kündete den Start der Kleinsten an. Unter Beobachtung der Mamis und Papis absolvierten sie ein kurzes Warm-up, um den Körper auf die bevorstehenden Strapazen vorzubereiten. Punkt 17.30 Uhr starteten die Piccolos unter 8 Jahren mitten im Stedtli ihren Parcours über 350 Meter durch die Hauptstrasse und die Enge Gasse. Mit roten Köpfen kämpften sich die Kleinsten verbissen über die Strecke und wurden zum Teil von ihren Eltern nachgezogen, um das Ziel in einer passablen Zeit zu erreichen. Dabei wurden auch einige Tränen vergossen.

In verschiedenen Kategorien starteten die Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren. Die Mädchen waren wiederum in der Mehrzahl und stampften die Buben in Grund und Boden. Fussball scheint bei den Knaben doch mehr Zug zu haben. Immerhin mussten die Jugendlichen zwei Runden mit total 2,1 Kilometern bewältigen. Beim Zieleinlauf wurden die jungen Sportler stürmisch beklatscht und mit Rufen kräftig angefeuert. Jede Tour de Suisse Etappe hätte dagegen schwach ausgesehen.

Dem Sponsorenvertreter Fredi Mendelin war es vorbehalten, die 350 Läuferinnen und Läufer auf die 10 Meilen zu schicken. Nach einem lauten Pistolenschuss starteten die Aktiven wie die Feuerwehr und liessen bald einmal das Stedtli hinter sich. Über das Erlenfeld erreichten sie Brislach und liefen weiter Richtung Schällbächli. Durch die Brislachallmet erreichten sie den Bahnhof Zwingen, von wo sie entlang der Birs nach Laufen zurückkehrten. Das Feld zog sich immer mehr in die Länge und die Spitzenläufer wurden stets einsamer. Die 50 Walkerinnen und Walker, die eine halbe Stunde zuvor auf diesem Parcours über 16 Kilometer gestartet waren, wurden überholt.

«Ich bin mit meinen 100 Helfern überglücklich», meinte OK-Präsident Gabriel Lombriser. Es sei einfach alles perfekt gewesen und er freue sich, dass das Lauffest bei Wurst und Bier gemütlich im Stedtli ausklingen könne. Und nicht zu vergessen: Für alle Teilnehmer wurde eine Gratis-Pasta ausgegeben!

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