«Serafin» ist aufgerichtet
Mit dem Aufrichtfest wurde der Neubau «Serafin» am letzten Freitag eingeweiht. Bereits im Mai 2013 sollen die ersten Klassen in das Schulhaus einziehen können.

Serafin, der Titel eines Kinderbuchs – aber auch das Märchen, welches in Laufen langsam in Erfüllung geht beziehungsweise Gestalt annimmt. Zehn Jahre dauerte die Projektierungsphase, die anfänglich geplanten Kosten für das Primarschulzentrum wurden von 30 auf 20 Millionen gesenkt, vor etwas mehr als einem Jahr, am 1. Juni 2011, fand der Spatenstich statt und am letzten Freitag wurde schliesslich das Aufrichtfest des Schulhausneubaus «Serafin» gefeiert und den beteiligten Handwerkern für ihre Arbeit gedankt.
Nach den Aushubarbeiten am felsigen Rebhang, dem ehemaligen Steinbruch, aus welchem die Steine der Stadtmauer von Laufen stammten, ist nun die eindrucksvolle Gebäudehülle des neuen Schulhauses zu bewundern. Im zurzeit noch offenen Raum des Obergeschosses werden zwei Kindergärten mit eigenem Pausenplatz und sechs Klassenzimmer inklusiv Gruppenräume mit Sicht aufs Stedtli eingerichtet. Zwei Lichthöfe werden für Helligkeit auch in den Gängen sorgen. Auffällig sind die massiven Stahlträger, welche das aussergewöhnliche Faltdach, aber auch die Turnhallendecke der darunter liegenden Doppelturnhalle tragen. «Diese kommt ohne eine einzige Wand aus, eine verrückte Statik», meinte Peter Baumberger, vom Architekturbüro Baumberger&Stegmeier. Der Zürcher lobte die Arbeit der Handwerker, besonders die sorgfältige Verarbeitung des Betons. Dieser, eigentlich nicht als Sichtbeton geplant, könne nun so belassen werden.
Auch die zuständige Stadträtin Lilly Kuonen ist mit dem bisher teuersten Projekt der Stadt Laufen zufrieden. Der Bau verlief nach Plan, ohne grosse Überraschungen. Einzig der Fels musste zusätzlich gesichert werden und beim Aushub wurden Teile eines Hauses gefunden, welche hier anscheinend entsorgt wurden, berichtete Kuonen und fügte an: «Wir sind auf Kurs mit dem Bau und den Kosten.» Im Mai 2013 sollen bereits einige Klassen in den neuen Teil des Primarschulzentrums einziehen, während die Räume im alten Schulhaus renoviert werden und die alte Turnhalle abgerissen wird. Stadtpräsident Alex Imhof ist noch ein bisschen vorsichtiger mit dem Zeitplan, meinte aber, im kommenden Schuljahr sei «Serafin» sicher einzugbereit. «Der Bau ist da und aufgerichtet, den nimmt uns niemand mehr», so Imhof.


