Schulhaus Serafin in Betrieb

Geräumig, lichtdurchflutet und bis ins kleinste Detail durchdacht präsentiert sich das neue Primarschulhaus Serafin. Seit Montag ist das Gebäude mit Kindern belebt. Der Normalbetrieb wird sich aber erst nach den Sommerferien einstellen.

Stadträtin Lilly Kuonen strahlte, voller Stolz führte sie durch das neue Schulhaus. Als Präsidentin des Baudepartements war sie seit dem Spatenstich vor rund zwei Jahren hier oft anzutreffen. Zum Projektteam, welches die Projektierung und den Bau betreut hat, gehören noch Hans Herter, Ueli Fritschi und Helga Banse. Bei der Führung am letzten Donnerstag zusammen mit dem für Bildung zuständigen Stadtrat Thomas Hofer herrschte im Neubau noch Hektik. Handwerker, Lehrpersonen und Zügelpersonal eilten durchs Schulhaus, damit der Schulbetrieb am Montag gelingen konnte.

Das neue Gebäude fällt auf durch die gezackte Form des Daches und das viele Glas, welches die Räume hell und grosszügig erscheinen lässt. Beim Betreten des Schulhauses fällt der Blick als Erstes in die Doppelturnhalle, welche auch als Mehrzweckhalle benutzt werden kann. Der Raum bietet Platz für bis zu 600 Personen und soll auch von den Vereinen genutzt werden. «Bei grösseren Anlässen wichen die Vereine nach Rö-schenz aus. Nun hat auch Laufen einen grossen Saal», meinte Hofer. Die grosse, hinter einer Wand versteckte Bühne, welche über einen anderen Eingang erreicht werden kann, ist auch als Aula nutzbar.

Die versteckte Küche ist in Schwarz gehalten, damit sie während einer Aufführung das Licht schluckt und nicht auffällt. Die WC- und Duschanlagen sind hellblau geplättelt. «Die Farbe gab anfangs etwas zu reden», meinte Lilly Kuonen. Sie habe sich auch eingesetzt, dass genug Frauentoiletten installiert wurden, seien doch bei Anlässen die Warteschlange dort meist lange. Es sind diese vielen Details, die zeigen, dass beim Bau nicht nur auf das Optische, sondern insbesondere auch an das Praktische gedacht wurde.
Über der Turnhalle im ersten Stock befinden sich die Klassenräume. Auch hier dominiert dank den gläsernen Innenhöfen das Licht. Sechs Klassen der Unterstufe und zwei Kindergärten werden die Räume besetzen. Bis zu den Sommerferien herrscht hier aber Überbelegung, denn die beiden alten Schulhäuser an der Baslerstrasse werden renoviert und die Klassen mussten zum Teil noch zusätzlich im Neubau untergebracht werden. Der Kindergarten wird erst nach den Ferien ins neue Gebäude einziehen. Da die Umgebung mit dem doppelstöckigen Pausenplatz noch fertig erstellt werden muss, dient in den nächsten sieben Wochen die Turnhalle als Pausenplatz.
Die Kosten der Schulhausanlage mit der Mehrzweckhalle und dem Umbau der bestehenden Schulhäuser belaufen sich auf rund 19,6 Millionen Franken. Am 21. September soll das Schulhaus mit einem Tag der offenen Türen eingeweiht werden.

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