Schlammschlacht in Zwingen

Der FC Zwingen und der SC Dornach trennten sich bei schon fast irregulären Terrainverhältnissen 2:2. Eine verrückte Partie, bei der sich glücklicherweise kein Spieler verletzte.

Entschlossen: Trotz den schwierigen Bedingungen kämpfte Zwingen entschlossen um die Punkte.  Foto: eh-press
Entschlossen: Trotz den schwierigen Bedingungen kämpfte Zwingen entschlossen um die Punkte. Foto: eh-press

Es mutet schon etwas seltsam an. Da wird in Laufen zum zweiten Mal innert Wochenfrist ein Aktivspiel abgesagt, weil der Platz den Regen nicht aufnehmen konnte und nur eine Ortschaft weiter wird ein Spiel angepfiffen, bei dem mit blossem Auge klar wird, dass hier die Regularität wohl nicht mehr gewährleistet werden könnte. Der Schiedsrichter überliess es den Trainern, ob gespielt würde. Während Zwingens Stephan Walti Bedenken hatte, aber doch zustimmte, war es für Dornachs Bruno Mühlheim klar, dass gespielt wird. Seine Spieler bekundeten dann jedoch schon beim Einmarsch auf den Platz Mühe. Es war Zufall, aber alleine schon mit der Dressfarbe lag Zwingen besser mit schwarz statt weiss. Es sollte sich dann auch zeigen, dass das Heimteam bei diesen Verhältnissen einen echten Heimvorteil hatte. Dornach versuchte zu lange mit spielerischen Mitteln und oft durch die schlammige Spielfeldmitte zum Erfolg zu kommen. Vor dem Tor wurden Chancen vergeben, weil man mehr mit sich und den Standproblemen zu tun hatte. Kam dann doch ein Ball auf das Tor, stand Goalie Bieli richtig. Die leuchtorange Farbe des Dress wich dem matten Braun aber rasch. Wie man auf diesem Untergrund spielen muss, demonstrierte Zwingen. Mit zwei Kontern über Aussen, wo noch Gras vorhanden war, und einem Querpass gelang durch Yannick Jermann und David Hidber die 2:0-Pausenführung. Bis in die 80. Minute lief alles für Zwingen, denn die Dornecker schienen immer weniger an eine Wende zu glauben.

 

Ein indirekter Freistoss im Strafraum weckte sie dann. Eine Minute später verlängerte Schweizer einen Eckball und Infantino gelang es den Ball im zweiten Versuch über die Linie zu drücken. Fünf Minuten später wurde Borer im Strafraum gefoult und Hodzic glich aus. Für Walti war das Remis O. K. «Wir hätten gerne gewonnen. Es ist ärgerlich, dass wir zum wiederholten Male einen Vorsprung nicht zum ersten Sieg retten konnten. Aber gegen Dornach einen Punkt zu holen, ist ja eigentlich nicht schlecht.» Mühlheim wusste dagegen nicht recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. «Wenn du in den letzten Minuten einen Rückstand aufholst, ist das eigentlich gut. Doch wir wollten gewinnen. Es war rasch klar, dass dieser Boden unseren Fähigkeiten in keinster Weise entsprach. Wir haben so das Beste daraus gemacht.» Walti ist froh, am Samstag in Laufen zum Derby auf besserem Rasen spielen zu können. «Wir sahen in den Derbys meist gut aus und ich bin optimistisch, dass es auch am Samstag so sein wird. Ob es dann zum ersten Saisonsieg reicht, werden wir sehen.» Auch Mühlheim freut sich auf das Duell mit Breitenbach. «Wir waren in den letzten Heimspielen sehr dominant. Es gab hohe Siege gegen Riederwald, Binningen und Laufen. Wir werden auch gegen Breitenbach von Anfang an Druck machen. Trotzdem rechne ich mit engem Spielausgang.»

Breitenbach kam zu Hause gegen Muttenz zu einem 2:1-Erfolg und Riederwald beim Aufsteiger Steinen zu einem 1:1. Am kommenden Samstag stehen zwei Derbys auf dem Programm. Um 19 Uhr das Schwarzbubenduell Dornach-Breitenbach und um 19:30 Uhr Laufen-Zwingen. Riederwald empfängt am Sonntag um 13.30 Uhr den Gruppenfavoriten Reinach.

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