Sanierung dringend notwendig

Die St.-Katharinen-Kirche in Laufen ist aufgrund ihrer hervorragenden Akustik für Konzerte sehr beliebt. Eine Renovation ist dringend und unumgänglich, wie ein aktueller Zustandsbericht zeigt.

Architekt und Pfarrerin: Martin Plattner und Denise Wyss liegt der Erhalt der St.-Katharinen-Kirche am Herzen. Foto: Martin Staub
Architekt und Pfarrerin: Martin Plattner und Denise Wyss liegt der Erhalt der St.-Katharinen-Kirche am Herzen. Foto: Martin Staub

Die St.-Katharinen-Kirche beim Laufner Untertor kennt jeder und jede. Musikliebhaber vor allem als akustisch hervorragenden Konzertraum. Christkatholiken und andere Gläubige als barocken Kirchenraum und alle andern zumindest als schönes, markantes Bauwerk im Stadtbild von Laufen. «Die St.-KatharinenKirche ist leider in die Jahre gekommen und gewisse Instandstellungsmassnahmen sind dringend nötig», erklärt Denise Wyss, Pfarrerin der Christkatholischen Kirchgemeinde Laufen.

Die letzte Renovation erfuhr dieses Gotteshaus in den Jahren 1971/72. Eine lange Zeit. «Dazu kommt, dass vor 44 Jahren auch schon der Kostenfaktor mitspielte und einige Details nicht ganz optimal ausgeführt wurden», sagt Martin Plattner, ein auf Kirchensanierung spezialisierter Architekt. Risse im Deckenbereich des Chors und an weiteren Stellen sind sichtbare Zeichen eines maroden Dachstuhls, der zudem vom Hausbock, einem «fiesen» Schädling, befallen sei, wie Plattner ausführt.

Ein von Martin Plattner erstellter Zustandsbericht macht deutlich, welche Massnahmen dringlich, welche notwendig und welche wünschenswert sind und auch noch später ausgeführt werden können. Schon jene der Dringlichkeitsstufe 1 belaufen sich laut Kostenschätzung auf rund 130000 Franken. Diese betreffen vor allem das Dachgebälk mit der ganzen Tragkonstruktion. «Die Tragsicherheit ist an einigen Stellen zunehmend gefährdet», erklärt der Fachmann, der schon verschiedene Kirchenrenovationen in der Region als Architekt betreut hat. Dazu kommen erforderliche Massnahmen, deren Ausführung mit Vorteil im gleichen Zuge auszuführen wären und laut Plattner mit ungefähr 70000 Franken zu Buche schlagen dürften.

Weitere wünschenswerte Massnahmen, welche schliesslich aus der St.-Katharinen-Kirche wieder ein von innen und aussen erstrahlendes Schmuckstück des Barocks (1698 vollendet, Turm 100 Jahre später) machen würden, seien auch zu einem späteren Zeitpunkt ausführbar, wie Plattner erläutert. Dafür wären aber nochmals einige 100000 Franken fällig.

«Dass wir dringend handeln müssen, ist klar», erklärt Denise Wyss. Als Pfarrerin, aber auch als Mitglied der zu diesem Zweck gebildeten Baukommission setzt sie sich für das Projekt ein. «Wir sind auf der Suche nach Geldgebern, denn die christkatholische Kirchgemeinde mit ihren 130 Mitgliedern kann nicht einmal die Kosten für die dringendsten Arbeiten stemmen.»

Die St.-Katharinen-Kirche ist für Laufen ein Wahrzeichen und steht unter Denkmalschutz. Auch deshalb strahlt die Pfarrerin Zuversicht aus. «Der Erhalt und die Renovation dieses Bauwerks ist sicher von allgemeinem Interesse», sagt sie und erklärt, dass sie zusammen mit dem Kirchenrat und der Baukommission in diesen Tagen auf die Suche nach Geldgebern gehen werde. «Es schwebt mir auch die Gründung eines Vereins ‹Freundinnen und Freunde der St.-Katharinen-Kirche› vor, der sich für den Erhalt dieses geschichtsträchtigen Gebäudes einsetzt», sagt die Theologin. So weit ist es aber noch nicht. Eine Mitgliederversammlung der Christkatholischen Kirchgemeinde Laufen am 27. April wird beschliessen, mit welchen Arbeiten begonnen werden soll. «Länger warten können wir nicht», sind sich Architekt und Pfarrerin einig. Noch diesen Sommer dürften die ersten Handwerker am Helyeplatz auffahren, um vorerst dem Holzbock, den faulen Holzsparren und dem undichten Dach zu Leibe zu rücken.

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