Samba mit Pferden
An den Dressurprüfungen tanzten die Pferde im Viereck der Reithalle Laufen und demonstrierten den Schiedsrichtern, wie gut sie auf die Befehle ihrer Meister reagieren.

Zur dezenten spanischen Musik hörte man nur die schweren Schritte der trabenden Pferde und manchmal ein leises Schnauben. Reiterin und Pferd waren hochkonzen-triert und harmonierten in höchster Eleganz. Im Schritt oder Trab bewegten sich die Pferde anmutig in der Halle und dokumentierten unverkrampftes Reiten. Ein Schiedsrichterpaar benotete 22 Figuren und schliesslich auch den Gesamteindruck.
«Wir bieten jungen und fortgeschrittenen Reiterinnen und Reitern die Gelegenheit, ihren Ausbildungsstand in einer Dressurprüfung zu messen», erklärte OK-Präsidentin Rita Fuchs vom Reitverein Laufen und Umgebung. Sie ist die gute Seele des Anlasses und legt überall Hand an. Sie bereitet das Wochenende vor, sucht Sponsoren und kümmert sich auch ums Concours-Beizli.
«Hier ist ein tolles Team am Werk», äusserte sich spontan die technische Delegierte Suzanne Tscherry-Gugger. Die Dressurprüfung ziehe regionale und nationale Teilnehmer an und biete beste Bedingungen. Sie überwache die Jury und den ordentlichen Ablauf. «Die Reiterinnen müssen in schwarz-weisser Kleidung antreten», ergänzte sie. Disziplin sei in diesem Metier gefordert, denn Gehorsam müsse auch vom Pferd verlangt werden. Pferd und Reiter müssen eine Einheit bilden und gute Kollegen sein.
Auffällig ist, dass viel mehr Damen zu den Dressurprüfungen antreten als Herren. «Dressur ist eher eine Domäne der Frau, das Springreiten eher eine der Männer», begründet sie diesen Umstand. Noch heute würde sich jedes fünfte Mädchen gerne dem Reitsport zuwenden. An Nachwuchs mangle es nicht, aber ein Pferd koste monatlich 1000 Franken und die Ausrittmöglichkeiten würden wegen stetigen Verlusts von naturnahen Landschaften und des Teerens von Wegen immer kleiner.
Zum Schluss absolvierten noch sechs Reiterinnen mit Barockpferden die Prüfung. Es handelt sich um alte Pferderassen wie Lusitaner, Andalusier oder Lipizzaner. «Sie sind kleiner als unsere Pferde und dank ihrem besonnenen Temperament auch besser zu führen», erklärt Suzanne Tscherry-Gugger. In alten Garderoben traten sechs hübsche Damen an und liessen ihre geschmückten Pferde freudig tanzen.


