Saison ist nicht nur Statistik

Ein fünfter Rang in der Regular Season und das Aus in den Achtelfinals gegen Koppigen. Laufen hat keines seiner Saisonziele erreicht. Der neue Trainer Christof Amsler will aber nicht nur die nackten Zahlen gelten lassen.

Mittelpunkt: Trainer Christof Amsler ist auch während der Spiele oft mitten drin statt nur dabei. Foto: eh-press
Mittelpunkt: Trainer Christof Amsler ist auch während der Spiele oft mitten drin statt nur dabei. Foto: eh-press

Nach vier Saisons beim Gruppenkonkurrenten Altstadt Olten hat der Sissacher Christof Amsler das Amt des Trainers in Laufen angetreten. Eishockey ist eine jener Teamsportarten, die sehr stark durch Statistiken geprägt werden. Statistisch gesehen hat Laufen in der bereits ad acta gelegten 2. Liga-Saison die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Ein Rang unter den vier Bestklassierten sowie mindestens das Erreichen des Viertelfinales hätte es sein sollen.


In seiner Nachbetrachtung will sich Amsler aber nicht nur auf die Statistik stützen. «Eine Saison ist nicht nur Statistik. Daher dürfen wir auch nicht nur die nackten Zahlen nehmen, um Bilanz zu ziehen.» Amsler will damit auch nicht sein Abschneiden im ersten Jahr schönreden. Zu lange ist er schon im Geschäft. «Ich hatte schon Anfang Saison gesagt, dass die Gruppe ausgeglichener wurde. Uns fehlten am Ende zwei Punkte, und wir hätten auf Rang drei abgeschlossen und dadurch einen einfacheren Achtelfinalgegner erwischt. Dadurch wäre dann ja auch die Chance gestiegen, die Viertelfinals zu schaffen. Dann hätte man gejubelt und uns auf die Schultern geklopft.» Leader Wettingen-Baden zog an der Spitze einsam seine Runden. Die Teams zwischen Platz zwei und sechs lagen jedoch auf Augenhöhe, während Bucheggberg und Brandis punktemässig wohl distanziert wurden, aber doch für jeden Gegner Knacknüsse darstellten.


Laufen hatte in der Vorrunde Mühe, schoss wenig Tore und kam nie richtig vom Fleck. «Ja, wir mussten uns zuerst aneinander gewöhnen. Wir haben aber auch ein paar junge Spieler eingebaut und das braucht auch seine Zeit.» Für Amsler hat die Entwicklung seines Teams mehr Bedeutung als Platz vier oder fünf in der Tabelle.«Als Philipp Aeppli zu uns stiess und sich die jungen Spieler angepasst hatten, lief es. Wir hatten eine sehr gute zweite Saisonhälfte und erzielten auch viele Tore. In den Playoffs machten wir aber wieder Fehler. Wir entschieden uns in manchen Situationen falsch und machten die Tore nicht, während Koppigen genau das machte, was sie können und das Optimum herausholte.» Gegen den HCMM schied Koppigen dann aber sang- und klanglos aus.


Amsler bleiben die positiven Momente in Erinnerung. «Mich überraschte der unheimliche Zusammenhalt im Team. Obwohl wir ein grosses Kader hatten, gab es nie Unzufriedenheit. Wohl auch, weil alle zum Einsatz kamen.»


Was die neue Saison betrifft, hat Amsler schon viel gearbeitet. «Es ist für mich erstaunlich, wie weit ich schon bin. Wir trainieren noch weiter, aber das Gros des Kaders steht. Fast alle werden weiter machen. Wir müssen die jungen Spieler noch näher an die Leistungsträger bringen und den einen und anderen Externen holen. Allerdings werden wir dafür die Entwicklung in der Region abwarten müssen. ZS/II ist in die 2. Liga aufgestiegen. Was mit der 1. Liga-Equipe passiert, ist unklar. Ebenfalls, was mit Rheinfelden geht, das sich gegen den Abstieg wehrt.»


In den nächsten Jahren kann Laufen noch nicht auf den grossen Nachschub aus dem eigenen Nachwuchs hoffen, doch so lange in der ersten Mannschaft gut gearbeitet wird, wächst auch der Nachwuchs heran.

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