Preisübergabe bei Vernissage

Am Sonntag wurde auf dem Helye-Platz der Verein «Kitsch!» von der Laufentaler Kulturstiftung für seine Sonderausstellung im Laufentaler Museum ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde die Schau offiziell eröffnet.

Kulturpreis: Urs Hofer übergibt der heutigen Klasse 3 AB die Auszeichnung. Foto: Thomas Brunnschweiler
Kulturpreis: Urs Hofer übergibt der heutigen Klasse 3 AB die Auszeichnung. Foto: Thomas Brunnschweiler

Laufen

Bis um 14 Uhr war der Platz vor dem Museum gut gefüllt. Die Sänger Temir aus der Ukraine und Juan aus Peru unterhielten das Publikum mit spanischen Liedern, bevor Lilli Kuonen, die Präsidentin des Museumsvereins Laufental, die Gäste begrüsste. Die Idee für eine solche Sonderausstellung sei vor drei Jahren von drei Männern eingebracht worden. Die Ausstellung «Kitsch: Böse Dinge oder Seelenheil?», gestaltet von der ehemaligen Klasse 2 AB des Gymnasiums Laufen, habe den Schülerinnen und Schülern viel gebracht; neue Netzwerke hätten sich gebildet und sogar das Gewerbe mache mit, etwa mit kitschigen Gegenständen in den Schaufenstern.

Lehrerin Noëlle Borer sagte, die Anfangsidee sei ein Fitnessstudio im Museum gewesen. Im interdisziplinären Unterricht stellte sich die Klasse 2 AB dann der Herausforderung, sich theoretisch und eigenverantwortlich mit dem Thema Kitsch zu befassen. Die Motivation sei rein intrinsisch gewesen. Es habe keine Benotungen und keine Beurteilungen gegeben. «Es geht sehr wohl ohne Noten», so Borer. Das Museum habe dem Team vom Gymnasium sehr viel Vertrauen geschenkt.

Martin Meury erklärte danach die zwei Linien der interaktiven Ausstellung, eine für Erwachsene (Saaltexte) und eine für Kinder. Kitsch sei fest in der Gesellschaft verankert, und so gehöre auch der Museumsshop fest zur Ausstellung. An der Finissage können Kitschgegenstände dann käuflich erworben werden.

Prominente Würdigung

Stadtpräsident Pascal Bolliger, der sich selbst an der Ausstellung beteiligt hatte, gab zu bedenken, Kitsch sei ehrlich, weil er nichts vorzugeben versuche, was er nicht sei. Die Schülerinnen und Schüler hätten bei diesem Projekt auch etwas fürs Leben gelernt. Im Anschluss trat Urs Hofer, der Präsident der Laufentaler Kulturstiftung, ans Mikrofon. Die Stiftung engagiert sich seit 1978 für die Förderung kultureller Aktivitäten im Laufental. Seit 2020 werden gezielt eigene Projekte gefördert. Für die Stiftung ist es wichtig, dass sich Kooperationen bilden. Eines der wichtigen Projekte ist die Kulturplattform Laufental. Der Laufentaler Kulturwettbewerb, ein zentrales Anliegen der Stiftung, findet jedes Jahr statt. Man kann sich jeweils bis Ende Jahr anmelden. Organisationen und Privatpersonen können ein Projekt einreichen. Die Klasse 2 AB konnte nur mitmachen, weil man den Verein «Kitsch!» gegründet hatte. Die Sonderausstellung mit einem Budget von 10000 Franken hätte ohne die Förderung der Laufentaler Kulturstiftung nicht stattfinden können. Urs Hofer überreichte den Gewinnern des aktuellen Projekts eine Urkunde.

Lilli Kuonen dankte dem Vorstand und dem Museumsteam, einer 15-köpfigen Gruppe, die sich ehrenamtlich engagiert. Danach erhielt eine Delegation der Gewinnerinnen und Gewinner kitschige Geschenke, bevor der Apéro für das Publikum eröffnet wurde.

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