Pfingstspringen mit Wetterglück

Zum 37. Mal führte der Reitverein Laufen und Umgebung am Pfingstmontag seine Springkonkurrenz durch. Dieses Jahr feiern seine 120 Mitglieder auch noch ihren 100. Geburtstag.

Applaus für die Sieger: Nach jeder Prüfung absolvieren die Besten eine Ehrenrunde vor dem Publikum.  Fotos: Martin Staub
Applaus für die Sieger: Nach jeder Prüfung absolvieren die Besten eine Ehrenrunde vor dem Publikum. Fotos: Martin Staub

Die Springkonkurrenz auf Saal, dort, wo seit 1994 die Reithalle steht, hat Tradition. «Und es ist seit jeher ein Wettbewerb für eine breitere Reitsportgruppe», sagt Rita Fuchs. So bietet das Laufner Pfingstspringen vier Prüfungen an. «An höchstens zwei davon kann eine Reiterin oder ein Reiter teilnehmen. Wie viele jeweils an den einzelnen Prüfungen reiten, hängt stark vom Wetter ab», erklärt die OK-Präsidentin, die aber diesmal insgesamt mit rund 200 Teilnehmenden rechnet. «Wir hatten fast immer Glück mit dem Wetter», freut sie sich beim Blick über die beachtliche Zuschauerkulisse.

Die Stimmung auf dem Wettkampfareal ist entspannt. Die leichte Nervosität vor dem Start bei Pferd und Reiter ist kaum zu spüren. Beim Zuschauen auf dem Einlauf-Areal, nördlich des Parcours, kommt eher das Gefühl eines Treffens unter Gleichgesinnten auf. Ein kleiner Schwatz liegt jedenfalls allemal noch drin, bevor der Aufruf zum Start über die Lautsprecheranlage die volle Konzentration auf Pferd und Hindernisse erfordert. Zwischen 70 und 95 cm hoch sind diese hier, je nach Kategorie. «An nationalen Springen müssen natürlich höhere Hürden genommen werden», erklärt Rita Fuchs, die nun bereits seit sechs Jahren diesen Anlass als OK-Präsidentin leitet. Es sei kein grosses Ringen um ihren Posten spürbar, lacht sie, lobt aber auch die Zuverlässigkeit und den Einsatz ihres Teams. «Bei den meisten genügt ein Anruf und sie stehen auf dem Platz, sagt sie. Damit der ganze Ablauf tadellos funktioniert, stehen ständig rund 40 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Sei es beim Wettbewerb oder in der Festwirtschaft.

Der Reitverein Laufen und Umgebung führt neben der Springkonkurrenz an Pfingsten auch regelmässig Dressur- und Voltige-Wettbewerbe durch. «Und dieses Jahr, im Juni, feiern wir vereinsintern den 100. Geburtstag unseres Reitvereins, der 1913 durch zehn Kavalleristen aus der Region gegründet wurde», schliesst Rita Fuchs, bevor sie sich umgehend zur Siegerehrung der ersten von vier Prüfungen aufmacht. Die OK-Präsidentin persönlich heftet die Stoff-Rosetten an den Halfter der erfolgreichen Pferde. Am späten Nachmittag darf sie nach der Prüfung 3 sogar einem Vereinsmitglied zum Sieg gratulieren: Peter Joray aus Büsserach.

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