Neuer Schwung

Die Laufentaler sind die einzigen Baselbieter mit Fechtclub und neu mit einer Trainerin mit hohen Ambitionen.

Haltung und Schnelligkeit: Die Trainerin Martina Stähli (r.) beobachtet genau. Foto: Bea Asper
Haltung und Schnelligkeit: Die Trainerin Martina Stähli (r.) beobachtet genau. Foto: Bea Asper

Mehr Körperspannung, mehr Einsatz, schneller werden, da ist noch Potenzial vorhanden», motiviert Martina Stähli die Damen und Herren in der Turnhalle Zwingen. Kein leichtes Spiel für die Frauen im Fechten, im Training treten sie gegen männliche Gegner an. Doch Stähli, die neue Trainerin des Fechtclubs Laufental-Thierstein, macht es vor und zeigt, wie sie das starke Geschlecht in die Knie zwingt. Bereits als Juniorin trainierte sie für Wettkämpfe und auch jetzt mit 23 Jahren feilt sie in ihrem Heimatclub in Basel fast täglich an ihrer Technik, um gegen die Besten der Schweiz zu bestehen. «Dass wir sie als Trainerin gewinnen konnten, ist ein Glücksfall», sagt Marx Mamie, technischer Leiter des Fechtclubs Laufental-Thierstein. Seit 1981 habe die Region das Glück, einen aktiven Fechtclub zu besitzen, wo man für ein paar hundert Franken im Jahr jeden Donnerstag in Zwingen in der Turnhalle sportlich gefordert und gefördert wird. «Willkommen sind alle, vom Junior bis zum Rentner, ob mit oder ohne Ambitionen», betont Mamie und ist stolz auf das Team, das an Vereinsmeisterschaften teilnimmt sowie seine Mitglieder unterstützt, auch einzeln an Wettbewerben mitzumachen. Stähli hat die Laufentaler in ihr Herz geschlossen und präsidiert nun auch den Verein: «Eine sehr aufgestellte und motivierte Truppe», lobt sie. Als Trainerin will sie mit gutem Beispiel vorangehen und erbringt einen Effort für ihre Sportart. Gerade Randsportarten wie Fechten leben vom persönlichen Engagement Einzelner. Das mache denn auch den Unterschied zwischen Leidenschaft für den Sport und ihn nur auszuüben, ist sie überzeugt. «Haltung, schnellere Abfolge, besser analysieren, zu welcher Bewegung der Gegenüber ansetzt…» Stähli versteht es, anzuspornen. Der Schweiss perlt und das Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Volle Konzentration, blitzschnelle Reaktionen, doch auch ganz viel Spass, sich gegenseitig die Hand reichen und ein freundschaftliches Schulterklopfen. «Fechten ist anstrengend, doch Balsam für Körper und Seele», sind sich Marx Mamie und Vizepräsidentin Vesna Alther einig.

 

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