Neuer Glanz für die katholische Kirche

Bis Mitte Dezember wird die katholische Kirche Laufen einer umfassenden Innensanierung unterzogen.

Zuständig für das Bauwesen: Kirchenrat Paul Aeschi.
Zuständig für das Bauwesen: Kirchenrat Paul Aeschi.

Die letzte umfassende Sanierung der Kirche liegt gut 35 Jahre zurück», weiss Paul Aeschi, im Kirchenrat der Römisch-katholischen Pfarrei Laufen zuständig für das Bauwesen. Damals, 1975/76, passte man den Kirchenraum den Anforderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils an. So wurde unter anderem ein neuer Altar näher zu den Gläubigen gesetzt. Gleichzeitig wurde der Holzboden durch Steinplatten ersetzt, unter welche eine Bodenheizung installiert wurde.

Die jetzige Sanierung, mit der am Montag vergangener Woche begonnen wurde, wird das Kircheninnere in neuem Weiss erstrahlen lassen. Denn die Wände erscheinen durch Russ und Staub leicht gräulich. Die Wände werden nicht frisch (nass) gestrichen, sondern trocken gereinigt. Das heisst, dass jeder Quadratmeter mit einem Spezialschwamm gereinigt wird. Vieles davon geschieht in arbeitsintensiver Handarbeit, weil viele Flächen, vor allem an der Decke, wegen der Kreuzrippen verjüngen und nur von Hand zu erreichen sind.
Auch die Innenseite der Fenster, die durch Wind und Wetter etwas aus der Form geraten sind, werden durch eine Glasmalerin stabilisiert. Entstaubt werden auch die Bilder und Statuen. Wo sie schadhaft sind, werden sie «überholt», sagt Aeschi weiter. Ersetzt werden die Leuchter mit den roten Armen. Für Kirchenrat Aeschi ist noch heute unverständlich, wie man diese unansehnlichen Leuchter, die überhaupt nicht zur neugotischen Herz-Jesu-Kirche passten, damals habe installieren können.

Seit Jahren bereitet die schlechte Akustik der Kirche Probleme. Dem soll nun ebenfalls Abhilfe geschaffen werden. Nebst technischen Verbesserungen und Elektrikarbeiten werden dafür auch innenarchitektonische Massnahmen getroffen. So werden im Altarbereich wieder Teppiche gelegt. Im vorderen Bereich erhalten die Sitzbänke zudem Polster. Im Weiteren werden einige Nischen beim Hochaltar mit Vorhängen versehen. All diese Massnahmen zusammen sollen die Akustik deutlich verbessern.

Die gesamte Sanierung ist mit 680 000 Franken veranschlagt. Erst in einem zweiten Schritt, nach dem Weissen Sonntag 2013, wird die Orgel einer umfassenden Revision unterzogen. Damit sollen die Sanierungsarbeiten vorerst beendet sein. Dann erstrahlt die Kirche zum 100-Jahr-Jubiläum im Jahr 2014 in neuem Glanz.

«Die Bausubstanz der Kirche ist in einem guten Zustand», sagt Aeschi weiter. Trotzdem sei es unumgänglich, in einigen Jahren auch die Aussenfassade, die durch die Umwelteinflüsse und den Verkehr gelitten hat, ebenfalls einer Sanierung zu unterziehen.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Verheerend: Das Wohnhaus der Familie Odermatt ist vollständig abgebrannt.  Foto: Polizei Basel-Landschaft
Laufental14.10.2026

Beispiellose Solidaritätswelle

Nach dem verheerenden Brand eines Wohnhauses in Liesberg steht Familie Odermatt vor dem Nichts. Eine Spendenaktion löst nun weit über die Region hinaus grosse…
Gut genutzt: Die Sammelstelle für invasive Neophyten steht seit Ende August bei der Jost AG kostenlos zur Verfügung.  Foto: zVg
Laufental14.10.2026

Neophyten-Sammelstelle stösst auf Anklang

Wohin mit ausgerissenen Neophyten? Seit Ende August steht in Laufen eine kostenlose Sammelstelle für invasive Pflanzen zur Verfügung. Sie soll helfen, deren…
In der Werkstatt des Cellobauers: Die Decke eines alten italienischen Cellos wartet auf die Restauration. Foto: MARK RIKLIN
Laufental14.10.2026

Der Geigenbaumeister von Dittingen

In Dittingen trifft Jonas Lenz auf einen Geigenbauer, der mit 20 Jahren zum ersten Mal ein klassisches Live-Konzert erlebt. Was danach geschieht, ist die…