Nachwuchs auf der Leiter

Voll motiviert brausten siebzehn Kids der Jugendfeuerwehr Laufental mit zwei Einsatzwagen ins Laufner Stedtli, setzten bei der Hauptübung eine Leiter an das angeblich brennende Haus und begannen mit der Rettung eines Hausbewohners.

Plausch: Jugend-feuerwehr Laufental im Einsatz.  Foto: Jürg Jeanloz
Plausch: Jugend-feuerwehr Laufental im Einsatz. Foto: Jürg Jeanloz

Zwei Kinder kletterten hinauf, worauf der Rettungsschlitten nach oben gezogen wurde. Nach kurzer Zeit war das Opfer auf dem Schlitten festgezurrt und über die Leiter evakuiert worden. Eine grosse Gästeschar verfolgte das Geschehen anerkennend und konnte sich überzeugen, dass die Jugendlichen einen guten Job machten. Unter den Schaulustigen befanden sich die Behörden von Laufen, viele Vertreter der umliegenden Feuerwehren, Ehemalige sowie der Oberbürgermeister und eine stattliche Delegation der Partnergemeinde Laufen an der Salzach. Die Hauptübung war ein Teil ihres dreitägigen Besuchs in Laufen, den sie bei besten Wetterbedingungen verbringen konnten.

Zurück zu den Feuerwehr-Kids. «Wir suchen Kinder im Alter von 12 oder mehr Jahren, um unseren Nachwuchs zu fördern», meint Kommandant Roland Stegmüller. Die Jugendlichen würden im Alter von 18 Jahren ins Kader übergeführt. Die zweite Übung im Stedtli bestand darin, eine brennende Wanne auf dem Rathausplatz zu löschen. Zuerst wurden die Schläuche ausgerollt und an den Tank des Löschfahrzeugs angeschlossen. Mit einer duschähnlichen Wasserspritze löschten sie das brennende Objekt. Sie überzogen den Brand mit einer riesigen Wolke aus feinen Wassertröpfchen, wovon die neugierigsten Kiebitze ihren Teil abkriegten.

Im Anschluss durften die Bevölkerung, die Gäste und vor allem die Kinder die aufgestellten Feuerwehrautos besichtigen und auch besteigen. Das Interesse der Bevölkerung war gross, konnte man doch einmal hautnah erleben, was in den grossen Kolossen so alles mitgeführt wird. Mit dem Hubretter konnten sich die VIPs auf eine Höhe von 33 Metern hissen lassen, um das ganze Geschehen von oben zu betrachten. Mit einem Defilee der Fahrzeuge verabschiedeten sich die Kids und Feuerwehrmänner von den Gästen und machten sich für den geselligen Abend in Röschenz bereit. Dort wurden der Kommandant Roland Stegmüller und der Adjutant Remo Cueni unter grossem Beifall von der Feuerwehr verabschiedet. Sie hatten das 50. Altersjahr erreicht und mussten jungen Kräften weichen. Fortan wird der Vizekommandant Urs Felix das Zepter in der Feuerwehr Laufen führen.

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