Monsterblocks, Partylaune und Abschiede

Drei Tage lang vermischten sich in der Laufner Altstadt wieder sportliche Höchstleistungen und Partystimmung. Stedtli Beach ist schon längst Tradition, denn es war bereits die 26. Austragung. In diesem Jahr standen nicht nur die Siegerinnen und Sieger im Fokus, sondern auch acht OK-Mitglieder, die ihren letzten «Smash» schlugen.

Viele Gewinner: Die Siegerinnen und Sieger der A2 Swiss Volley Beachtour vereint. Fotos: eh-presse

Viele Gewinner: Die Siegerinnen und Sieger der A2 Swiss Volley Beachtour vereint. Fotos: eh-presse

Abschied: Nach 10 Jahren an der Spitze des OK verabschiedet sich Céline Saner. Das Stedtli Beach sei ein Teil ihres Lebens gewesen und werde es auch bleiben.

Abschied: Nach 10 Jahren an der Spitze des OK verabschiedet sich Céline Saner. Das Stedtli Beach sei ein Teil ihres Lebens gewesen und werde es auch bleiben.

Beachvolleyball

Der Heinrich Schmid Cup am Freitag ist so etwas wie ein Kontrollorgan. Man kann am Freitagabend sehen, ob alles wie erhofft funktioniert. Der Samstag ist der wichtigste Tag. Dann findet das Turnier der A2 Swiss Volley Beachtour statt. Die zweithöchste Beachklasse bietet hochstehenden Sport. Bei den Männern siegte das Duo Noah Yannik Furrer/Lukas Wymann im Endspiel gegen Filip Habr/Yann Bortoluzzi. Bei den Frauen setzten sich Dunja Gerson/Muriel Bossart gegen Noemi Eugster/Anja Gähwiler durch. Beim Quickline Junior Beachtour U20 Masters am Sonntag siegten Jacques Allemann/Til Schaller bei den Männern und Elena Csontos/Fanny Deecke bei den Frauen. Ehe die Siegerehrung am Samstag begann, übernahm Sina Steiner das Mikrofon und verabschiedete acht OK-Mitglieder: Präsidentin Céline Saner, Bauchef Beat Jermann, Festwirtschafts-Chef Damian Broch, Céline Jermann (Koordination Helfende), Michaela Hänggi und Noemi Nobs (Barbetrieb), Jenny Plattner (Sponsoring) und Julie Hänggi (Social Media). Saner war 13 Jahre im OK, davon 10 Jahre als Präsidentin. «Bei meiner kurzen Ansprache kamen doch noch etwas Emotionen hoch», lachte sie. «Ich ertappte mich in den vergangenen Jahren dabei, dass ich nicht mehr ganz so euphorisch war in der Vorbereitung auf den Event. Deshalb tönte ich schon letztes Jahr an, dass 2026 mein letztes Jahr sein wird.» Es habe sehr viel Spass gemacht, auch weil sie immer sehr gute Leute im OK hatte. «Als Präsidentin steht man in der Pflicht, dass das Turnier Gelder für den Verein generiert. Das konnten wir immer erfüllen, aber der Brand an der Wahlenstrasse, wo der Club Material eingelagert hatte, und Covid-19 stellten uns vor Herausforderungen.» Saner erwähnt, dass es zuletzt nicht einfach war. «Nach Covid wurde vieles teurer, während wir bei den Einnahmen immer etwa gleich gut abschnitten. So gab es dann etwas weniger Gewinn und wir mussten uns erklären.» Damit das Beachturnier durchgeführt werden kann, braucht es einen logistischen Kraftakt. Der Auf- und Abbau klappte stets und dafür war Beat Jermann verantwortlich. 13 Jahre lang sorgte er dafür, dass das Material genau nach Plan vor Ort war und natürlich auch all die Männer und Frauen, die anpackten. «Wichtig ist handwerkliches Geschick. Und auch Logistik ist gefragt, denn der Auf- und Abbau muss perfekt sitzen. Man muss auch improvisieren können, wenn es gefragt ist.» Jermann hatte viel Verantwortung, denn wenn die Spielfelder im Stedtli nicht fertig waren, konnte nicht gespielt werden. «Es kann schon zu Situationen kommen, wo man an Grenzen stösst», gibt er zu. «Aber sobald es Richtung Event ging, war ich wieder voller Energie.» 10 Jahre war auch Damian Broch eine prägende Figur. Er war zuerst TK-Chef und sorgte sich um den sportlichen Ablauf. Nach vier Jahren wurde er Wirtschaftschef. «Das lag auf der Hand, weil ich beruflich in der Gastronomie arbeite.» Die Festwirtschaft ist ein wichtiger Bereich, da muss alles passen. «Wir verarbeiteten 200 Kilo Pommes, 350 Burger und 80 Kilo Steaks. Aber nicht das Beschaffen der Ware ist zentral, sondern dass genügend Hilfskräfte kommen.» Broch sagt, dass sein Highlight jeweils der Freitag sei, «wenn die Leute der ersten Schicht da waren und ich wusste, jetzt kann ich ruhig werden.» Céline Saner genoss das letzte Turnier. «Wenn ich jeweils am Morgen ins Stedtli kam, wusste ich, dass alles funktioniert.» Alle wollen sie 2027 wieder ins Stedtli kommen, dann als Zuschauende.

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