Mit Einzelteilen zum Ganzen

Die Vernissage zur Jubiläumsausstellung des Kulturforums Laufen war Auftakt zu den Feierlichkeiten «10 Jahre Kulturzentrum Alts Schlachthuus».

Kunststück: Niggi Ulrich erklärt den Laufnern die Kunst der Kunstvermittlung. Martin Blatter (l.) hört aufmerksam zu.   Foto: Martin Staub
Kunststück: Niggi Ulrich erklärt den Laufnern die Kunst der Kunstvermittlung. Martin Blatter (l.) hört aufmerksam zu. Foto: Martin Staub

Für einmal war an diesem Freitagabend die Galerie nicht nur mit Kunstwerken, sondern auch mit Gästen reich bestückt. Die Jubiläumsausstellung zum 10. Geburtstag des Kulturzentrums zeigt Werke von 10 Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. In Memoriam vertreten sind zudem die beiden verstorbenen Severin Borer und Gabriel Piatti. Eine Ausstellung also mit einer Palette von Werken jener Künstler, die an der Eröffnungsausstellung vor zehn Jahren dabei waren.

Dass die eigentlichen Exponate auch bei drei zum Teil recht ausführlichen Referaten ziemlich vergessen wurden, lag vermutlich am Stellenwert des Anlasses. Immerhin durften nebst Martin Blatter, Präsident Kulturforum Laufen auch Stadtpräsident Alex Imhof und Niggi Ulrich, Kulturbeauftragter Baselland, ihre Gedanken zur Bedeutung der Kunst in der Region zum Besten geben.
Die ausgestellten Werke selbst verschwanden ausserdem im Schatten der Gäste. Deshalb sei empfohlen, unbedingt noch einmal hinzugehen, wenn die Sicht auf die Ausstellung frei ist. Insbesondere für Kunstinteressierte, welche die Monokultur einer «One man-Show» oft etwas farblos empfinden, bietet diese Präsentation eine erfrischende Vielfalt von Gegensätzlichem und Ähnlichem. Der «Kurator» Andreas Malzach verstand es, die unterschiedlichen Bilder und Objekte so zu platzieren, dass sich dem Betrachter eine angenehme Mischung von Kraftvollem und Sensiblem, Formalem und Abstraktem, Filigranem und Verspieltem bot.

Die Kunstschaffenden ihrerseits (Fredy Buchwalder, Nicole Ackermann, Edmondo Savoldelli, Fritz Guggisberg, Daniel Gämperle, Rolf Blösch, Alice Antony, Jill Wäber, Christa Hueber, Bruno Leus) haben sich sichtlich bemüht, ihre beiden Präsentationen so zu wählen, dass sie sich ausgezeichnet in eine Art Gesamtkonzept einfügen.

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