Mischwasserbecken für eine saubere Birs

Obschon die Kläranlage der ARA Laufental-Lüsseltal in einem baulich und technisch guten Zustand ist, sind Investitionen für 500 000 Franken vorgesehen. Die Delegiertenversammlung bewilligte das Budget 2013.

Lösung des gordischen Knotens: Versammlungsvizepräsidentin Sabine Asprion, Vorstandspräsident Hans Herter und der technische Berater Jürg Kappeler.  Foto: Jürg Jeanloz
Lösung des gordischen Knotens: Versammlungsvizepräsidentin Sabine Asprion, Vorstandspräsident Hans Herter und der technische Berater Jürg Kappeler. Foto: Jürg Jeanloz

In den 15 Gemeinden, die ihre Abwässer in die Kläranlage Laufental-Lüsseltalleiten leiten, wird eifrig gebaut. Neben Neubauten entstehen neue Strassen, deren Regenwasser grösstenteils in die ARA geleitet wird. Bei grossen und lang anhaltenden Niederschlägen ist deshalb die Gefahr gross, dass Schmutzwasser direkt in die Birs gelangt. Mischwasserbecken sind deshalb eine vorteilhafte Einrichtung, um den ersten Schmutzstoss bei starken Regengüssen aufzuhalten und die Wasserqualität der Birs zu erhalten. Seit Monaten versucht der Vorstand, ein Mischwasserbecken im Raum Laufen-Dittingen zu erstellen. Ein bevorzugter Standort im Dittingerrank wurde von den kantonalen und kommunalen Behörden nicht bewilligt, eine weitere mögliche Nachbarparzelle wurde anderweitig verkauft. Als alternativer Standort ist die Jostenmatte in Zwingen geblieben. Das Grundstück an der Birs mit 1700 Qua-dratmetern gehört der ehemaligen Papierfabrik und liegt in der Landwirtschaftszone. Für die Baugrund- und Grundwasseruntersuchung sowie die Ausarbeitung des Bauprojekts mit Kostenvoranschlag bewilligte die Versammlung 70 000 Franken. Weitere Mischwasserbecken sind in Laufen und Breitenbach geplant.

In der Kläranlage in Zwingen fallen weitere Investitionen von 420 000 Franken an. In den vier Nachklärbecken aus dem Jahr 1975 sind die vier Schildräumer rostig und betriebsanfällig geworden. Eine Reparatur lohnt sich nicht mehr und Ersatzteile sind fast keine mehr zu kriegen, weshalb der Vorstand beschloss, sie durch vier neue Kettenräumer zu ersetzen. Diese haben die Aufgabe, den ausgefallenen Schlamm zurück in die Biologiezone zu bringen und erledigen diesen Prozess gegenüber den Schildräumern kontinuierlich. Mit den neuen Kettenräumern würde die Betriebsstabilität der Biologie und damit auch die Reinigungsleistung verbessert.

Trotz den hohen Investitionen werden die Kostenanteile der Gemeinden für 2013 nicht erhöht. Die Versammlung bestätigte den Vorstand in globo mit Hans Herter als Präsidenten und Markus Lisser als Vizepräsidenten. Für die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission wurden 4000 Franken für die Mithilfe eines Treuhandbüros bewilligt.

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