Mehr Platz für Kulturanlässe aller Art

Die Stiftung Alts Schlacht-huus in Laufen plant den Um- und Ausbau des Gebäudes. Bis Ende 2027 soll hier mehr Raum für kulturelle Veranstaltungen entstehen.

Altes Schlachthaus: Der Eingang des umgebauten und erweiterten «Alten Schlachthuuss» wird von der Birsseite her erstellt werden. Foto: Grafik ZVG
Altes Schlachthaus: Der Eingang des umgebauten und erweiterten «Alten Schlachthuuss» wird von der Birsseite her erstellt werden. Foto: Grafik ZVG

Die Stiftung Alts Schlachthuus ist erleichtert darüber, dass die Baselbieter Stimmberechtigten am 16. November 2025 der Verlegung der Naubrücke zugestimmt haben. «So können wir die geplante Erweiterung des ‹Alts Schlachthuus› nun mit Volldampf fortführen», sagt Lukas Richterich, Präsident der Stiftung. Denn als sich das Referendum abzeichnete, sistierte der Stiftungsrat das Projekt.

Schon 2022 hatte die Stiftung das Vorhaben zum ersten Mal vorgestellt. Sie plant, die Infrastruktur des Gebäudes aus dem Jahre 1897 zu verbessern und um den Anbau eines Pavillons zur Birs hin zu erweitern. Das ganze Projekt umfasst auch den Ersatz der Gasheizung durch eine Wärmepumpe, die Schaffung von Stauraum, um die betrieblichen Abläufe zu erleichtern, die Erweiterung des Foyers mit dem Eingangsbereich sowie einen hindernisfreien Zugang durch einen Lift zum Galerieraum und den anliegenden Unterrichtsräumen der Musikschule im Obergeschoss. Der Haupteingang erfolgt künftig von der Birsseite her und wird geräumiger und heller werden.

Breit abgestützte Zustimmung

Der Anbau des Pavillons ist, wie Lukas Richterich ausführt, eng mit den laufenden Hochwasserschutzmassnahmen verbunden, wo nach der Verschiebung der Naubrücke «ein eigentlicher Stadtpark an der Birs entsteht, der eine hohe Qualität als Freiraum für die Bevölkerung ermöglicht». Mit dem Anbau dieses Pavillons gegen den neu gestalteten Birsraum hin wird die Infrastruktur des Hauses im Bereich der Veranstaltungsgastronomie wesentlich verbessert. Der Pavillon bietet dazu auch Raum für eigene kulturelle Anlässe.

Der Um- und Anbau dürfte, wie die Stiftung schätzt, zwei Millionen Franken kosten. Dabei kann die Stiftung als Eigentümerin der Liegenschaft auf Eigenmittel zählen. Aber auch die beiden Kantone Baselland und Solothurn haben signalisiert, finanzielle Beiträge daran zu leisten. Die Stiftung will überdies bei anderen Stiftungen und Institutionen sowie bei Industrie und Gewerbe der Region um Beiträge ersuchen. Im ersten Quartal des neuen Jahres will die Stiftung die Öffentlichkeit erneut über ihre genauen Pläne orientieren. Das Baugesuch wurde bereits eingereicht. «Wir hoffen, die Baubewilligung bis zum kommenden Frühling zu erhalten», sagt Lukas Richterich. Der Umbau soll dann 2026 und 2027 erfolgen.

Kulturelles Zentrum für die Region

«Das Alts Schlachthuus ist seit seiner Fertigstellung zum kulturellen Zentrum im Laufental und im Schwarzbubenland geworden, das eine grosse Ausstrahlung über diese Region hinaus ausübt», ist Richterich überzeugt. Nach dem Um- und Ausbau werde das Alts Schlachthuus noch attraktiver werden, vor allem auch für grössere Veranstaltungen. Unterschiedliche kulturelle Anlässe wie Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Kabarett, Filmabende haben schon bisher regelmässig viele Kulturinteressierte angelockt. Aber auch die Galerie für bildende Kunst bildet eine stark frequentierte Plattform für Kunstschaffende aus dem Laufental und dem Thierstein. Künftig steht dafür noch mehr Raum zur Verfügung. Und vor allem im Sommerhalbjahr dürften hier vermehrt Anlässe stattfinden. «Das erweiterte Kulturzentrum wird ein wichtiger Veranstaltungsort für das kulturelle Leben im Laufental und im Schwarzbubenland», so Richterich weiter.

Die gesamthaft rund 2000 Quadratmeter grossen Räumlichkeiten werden wie bisher von der Stiftung an die Musikschule Laufental-Thierstein und das Kulturforum Laufen vermietet. Ganz wichtig für einen lebendigen Betrieb ist auch die Vermietung der Räume an Private und für Anlässe von Firmen und Organisationen. Richterich lobt auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Laufen: «Die Stadt hat sich immer sehr offen für unsere Anliegen gezeigt.»

Eigentümerin des historischen Gebäudes ist die Stiftung Alts Schlachthuus in Laufen. Das Kulturzentrum Alts Schlacht-huus in der heutigen Form wurde nach einer einjährigen Umnutzungs- und Umbauphase 2002 in Betrieb genommen. Das Grundstück zusammen mit der Erweiterung zur Birs hin unterliegt einem Baurechtsvertrag mit der Stadt Laufen.

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