Wichtige Anlaufstelle für das Alter
Vreni Giger, die seit Beginn die IBBS-Anlaufstelle im Stedtli aufgebaut und geleitet hat, ist per Ende Februar in Pension gegangen. Sie blickt dankbar zurück.

Anfang März sind es fünf Jahre her, seit die Versorgungsregion (VR) Laufental die Anlaufstelle für Altersfragen IBBS an der Hauptstrasse 37 in Laufen eröffnet hat. Seit Beginn leitet Vreni Giger diese niederschwellige Dienstleistung, die für Information, Beratung und Bedarfsabklärung steht. Angehörige wie Betroffene erfahren hier jede denkbare Hilfe rund um das Alter. Anfang März 2021 startete die IBBS; bereits einen Monat später öffnete man die Beratungsstelle offiziell.
Vreni Giger hat im Auftrag der VR, welche die Vorgaben machte, diese Dienststelle aufgebaut. «Ich fand es spannend, etwas Neues aufzubauen», sagt sie zu ihrer Motivation. Sie hat sich damals für die Stelle beworben, weil sie fand, aufgrund ihrer beruflichen und politischen Erfahrung dafür die geeignete Person zu sein. Die VR-Leitung sah dies auch so. Denn Vreni Giger hat nach einer KV-Lehre auf einer Bank unter anderem in einem Ingenieurbüro und bei einer Treuhandfirma gearbeitet. Ausserdem war sie während fünf Jahren Gemeinderätin, danach fünf Jahre Gemeindepräsidentin von Dittingen. Deshalb war sie gut vernetzt mit guten Kontakten in elf Laufentaler Gemeinden, die von Anfang an mitmachten (alle ausser Duggingen und Burg). «Die Zusammenarbeit war von Beginn an gut», erinnert sich Vreni Giger. Das sei auch wichtig gewesen, weil die Gemeinden diese Dienststelle mitfinanzieren. Auch konnte sie auf die Unterstützung «verwandter» Institutionen zählen, etwa die Spitex, das Seniorenheim oder die ökumenische Wegbegleitung. Geführt wird die IBBS-Stelle mitten im Stedtli von der Pro Senectute beider Basel im Auftrag der VR Laufental. Die Leistungsvereinbarung mit Pro Senectute beider Basel ist sehr hilfreich, kann doch die IBBS dabei auf die Erfahrung und die Infrastruktur der Organisation zurückgreifen, etwa beim Marketing, der IT oder im Personalbereich.
Der Fahrdienst der IBBS kann auf 23 freiwillige Fahrerinnen und Fahrer zählen, die Seniorinnen und Senioren zu Arzt- und anderen Terminen fahren. «Es freut uns, dass diese Fahrerinnen und Fahrer sehr motiviert ihre Fahrten absolvieren.» Anfänglich war das Angebot noch nicht so bekannt. Inzwischen absolvieren sie über 1500 Fahrten und legen 45000 km pro Jahr zurück — fahren also zusammen rund einmal um die Erde und waren 2016 Stunden unterwegs. Mit den Fahrerinnen und Fahrern steht man in regelmässigem Kontakt. Sehr geschätzt werden die gemeinsamen Treffen mit gemütlichem Beisammensein. Auch bekommen sie von ihren Fahrgästen viel Dankbarkeit zurück, wie Vreni Giger von Rückmeldungen weiss. Ziel ist es, so Vreni Giger, dass die Seniorinnen und Senioren möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können und möglichst spät ins Seniorenheim umziehen müssen. Die Mitarbeitenden der Spitex leisten dazu einen grossen Beitrag, indem sie den Betagten im Haushalt helfen und sie zu Hause pflegen. Die Beratung umfasst zahlreiche Bereiche: Finanzielles, Rechtsfragen, Sozialversicherungen (AHV, EL), Wohnen oder Probleme und Belastungen im Alltag. Nicht selten wird der Sozialberater der Pro Senectute beigezogen. Hilfe erfährt da auch, wer etwas über einen Vorsorgeauftrag oder eine Patientenverfügung erfahren möchte. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Begleitung und Abklärung beim Übertritt ins Seniorenheim. Ebenso werden Dienstleistungen wie Spitex, Reinigungen oder Mahlzeiten vermittelt. Kurz: Das Angebot ist sehr breit. Von den Leuten werde sehr geschätzt, «dass sie einfach reinkommen können und die Hilfe und Beratung unbürokratisch und rasch erfolgt».
Vreni Giger ist nun per Ende Februar in Pension gegangen. Sie blickt mit Genugtuung auf die Aufbauphase der IBBS in Laufen zurück. «Die IBBS ist gut aufgestellt und erfüllt die in sie gesteckten Erwartungen», ist sie überzeugt. Deshalb hat sie auch keinen Wunsch offen, was noch ins Angebot aufgenommen werden könnte.
Die IBBS ist jeweils telefonisch erreichbar montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr. Persönliche Gespräche sind möglich von Dienstag bis Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr, nach Vereinbarung auch ausserhalb der Öffnungszeiten. Telefon 061 763 85 15, Mail beratung@ibbs-laufental.ch.


