Marode Leitungen und ein Montagsfahrzeug

Der Gemeinderat Grellingen zog an der Gemeindeversammlung vom letzten Donnerstag das Traktandum «Beschaffung eines neuen Werkhoffahrzeuges» zurück. Über den Kredit soll erst an der Budgetversammlung abgestimmt werden.

Leitungen mit Löchern: Gemeinderat Hans Raithofer zeigt Rohrstücke der zum Teil hundertjährigen Leitungen, die ersetzt werden müssen.Foto: Gaby Walther
Leitungen mit Löchern: Gemeinderat Hans Raithofer zeigt Rohrstücke der zum Teil hundertjährigen Leitungen, die ersetzt werden müssen.Foto: Gaby Walther

Eigentlich hätte das 166000 Franken teure Werkhoffahrzeug, welches 2009 angeschafft wurde, seinen Dienst 12 bis 15 Jahre lang tun sollen. Doch bereits nach einem halben Jahr standen die ersten Reparaturen an und nach fünf Jahren belaufen sich die Kosten auf über 23000 Franken. «Wir kontaktierten den Hersteller, doch die Firma Meili wehrte sich, behauptete, die Schäden seien durch Bedienungsfehler der Anwender entstanden und weigerte sich, die Kosten für die Reparaturen zu übernehmen», erzählte Gemeindepräsident Hans-Peter Hänni an der Gemeindeversammlung Grellingen vom letzten Donnerstag. Der Zustand des Fahrzeuges hat sich weiter verschlechtert und es scheint, dass das Fahrzeug für die zum Teil steilen Strassen in Grellingen zu schwach ist. Der Gemeinderat beantragte aus diesem Grund, ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Die Firma Aebi bot 74000 Franken für den Eintausch an, somit würden sich die Kosten für ein neues, stärkeres Fahrzeug auf 235000 Franken belaufen. In der sachlich und mit Respekt geführten Diskussion fand ein Votant, dass das Vorgehen des Gemeinderates nicht korrekt sei, der Kredit müsse an der Budgetversammlung im Dezember beantragt werden, dann wisse man auch, wie die Finanzlage der Gemeinde aussehe. Nach kurzer Besprechung entschied sich der Gemeinderat, das Traktandum zurückzuziehen und im Dezember neu aufzulegen. Er gehe lieber das Risiko ein, dann ein schlechteres Angebot der Firma Aebi annehmen zu müssen, statt die Ablehnung des Kredites nun in Kauf nehmen zu müssen.

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